EU-Parlamentarier drängen UEFA zu möglichem WM-Boykott

Abgeordnete verschiedener politischer Lager im EU-Parlament appellieren an die UEFA, im Kontext der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2026 in den USA Flagge zu zeigen – auch ein Boykott steht zur Debatte.

heute 11:51 Uhr | 4 mal gelesen

Auslöser für die Initiative ist die Verleihung des sogenannten 'FIFA Peace Prize' an den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, wie der "Spiegel" laut einem Schreiben der Abgeordneten berichtet. Unter anderem Rasmus Andresen (Grüne) und Matthias Ecke (SPD) gehören zu den Unterzeichnern. Im Schreiben warnen die Politiker davor, dass zentrale Werte des Fußballs – wie Fairness, Respekt und Demokratie – durch politische Strömungen, etwa während Trumps Amtszeit, ausgehöhlt würden. Insbesondere sei Trumps Rhetorik und Politik oft mit internationalen Standards kaum vereinbar gewesen. Als Beispiel führen sie Washingtons Umgang mit Grönland an, dessen Bewohner teils behandelt worden seien, als wären sie "nur ein strategisches Schachbrett und weniger eine eigenständige Gemeinschaft", die selbst entscheiden dürfe. Die bevorstehende WM dürfe solche Haltungen auf keinen Fall „verharmlosen oder salonfähig machen“. Ehrlich gesagt: Der Zeitpunkt dieses Appells ist brisant – immerhin rückt die WM immer näher, und die politischen Konflikte scheinbar auch.

EU-Abgeordnete haben an die UEFA appelliert, eine kritischere Haltung gegenüber der in den USA ausgetragenen WM 2026 einzunehmen. Hintergrund ist die Ehrung von Donald Trump durch die FIFA, was mehrere Parlamentarier angesichts der politischen Entwicklungen in den USA problematisch finden. Die Politiker warnen, dass Fußball seine integrativen Werte nicht aufs Spiel setzen dürfe. Darüber hinaus wurde in mehreren Medien diskutiert, dass die FIFA mit der Preisvergabe einmal mehr einen politischen Akzent setzt und die Organisation global zunehmend unter Druck gerät, etwa wegen Menschenrechten und politischen Einflussnahmen. Nach Recherchen etwa bei der "Süddeutschen Zeitung" und "FAZ" wächst auch in Deutschland der Druck auf Verbände, klare Grenzen bei Werbemaßnahmen und politischen Symbolhandlungen zu ziehen. In aktuellen Debatten spiegelt sich dahingehend auch eine gewisse Ratlosigkeit – wie sollen Sport und Politik zukünftig miteinander umgehen?

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