Staatsakt zu Ehren von Rita Süssmuth am 24. Februar – Ein Abschied mit großer Geste

Am 24. Februar wird der verstorbenen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth mit einem Staatsakt gedacht – eine Zeremonie, die ihre Verdienste für die Bundesrepublik in den Mittelpunkt rückt.

heute 11:50 Uhr | 6 mal gelesen

Am 24. Februar – ein Datum, das kaum zufällig gewählt scheint – richtet sich der deutsche Bundestag darauf ein, Rita Süssmuth offiziell zu verabschieden. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat den Staatsakt am Mittwoch angesetzt und versammelt dazu nicht nur politische Schwergewichte, sondern auch Persönlichkeiten, die Süssmuth nahestanden. Bundeskanzler Friedrich Merz wird sprechen, ebenso – das war Süssmuths ausdrücklicher Wunsch – der Journalist Heribert Prantl. Es wird etwas Feierliches, Privates und Politisches zugleich geben: Angehörige, Verfassungsorgane, alte Verbündete, vielleicht sogar ein paar Skeptiker, die sie im Laufe ihrer Karriere überzeugt oder beeindruckt hat. Julia Klöckner würdigte Süssmuth als eine Frau, die „unbequeme Fragen stellte, lange bevor sie mehrheitsfähig wurden“. Mit ihrer klaren Stimme und manchmal geradezu stur wirkenden Hartnäckigkeit hat sie so manchen politischen Diskurs angestoßen, der heute fast selbstverständlich wirkt. Ihr Tod am letzten Sonntag, mit 88 Jahren, ist auch deshalb ein großer Verlust für die politische Kultur in Deutschland.

Die Bundesrepublik ehrt Rita Süssmuth, die am vergangen Sonntag im Alter von 88 Jahren starb, mit einem offiziellen Staatsakt am 24. Februar im Bundestag. Mit dabei: hochrangige Vertreter aller Verfassungsorgane, ihre Familie, Freunde und Wegbegleiter – ein Querschnitt der Gesellschaft, den Süssmuth so oft politisch inspiriert hat. Ihr Mut, Debatten offen zu führen und auch tabuisierte Themen ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken, bleibt ein erinnerungswürdiges Vermächtnis. In verschiedenen Medien wird aktuell besonders hervorgehoben, dass Süssmuth maßgeblich an der Frauenpolitik und der Förderung von Integration und Teilhabe beteiligt war, aber auch immer wieder für die Modernisierung der CDU gestritten hat. Manche Stimmen betonen, dass der Abschied von Süssmuth diesmal mehr sei als ein ritualisierter Akt – es ist eine Art kollektive Erinnerung daran, dass Demokratie auch unbequem sein darf. Laut aktuellen Artikeln nahm Süssmuth besonders im Streit um das Zuwanderungsgesetz eine wichtige Vorreiterrolle ein, auch engagierte sie sich bis ins hohe Alter für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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