Die Bundesrepublik ehrt Rita Süssmuth, die am vergangen Sonntag im Alter von 88 Jahren starb, mit einem offiziellen Staatsakt am 24. Februar im Bundestag. Mit dabei: hochrangige Vertreter aller Verfassungsorgane, ihre Familie, Freunde und Wegbegleiter – ein Querschnitt der Gesellschaft, den Süssmuth so oft politisch inspiriert hat. Ihr Mut, Debatten offen zu führen und auch tabuisierte Themen ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken, bleibt ein erinnerungswürdiges Vermächtnis. In verschiedenen Medien wird aktuell besonders hervorgehoben, dass Süssmuth maßgeblich an der Frauenpolitik und der Förderung von Integration und Teilhabe beteiligt war, aber auch immer wieder für die Modernisierung der CDU gestritten hat. Manche Stimmen betonen, dass der Abschied von Süssmuth diesmal mehr sei als ein ritualisierter Akt – es ist eine Art kollektive Erinnerung daran, dass Demokratie auch unbequem sein darf. Laut aktuellen Artikeln nahm Süssmuth besonders im Streit um das Zuwanderungsgesetz eine wichtige Vorreiterrolle ein, auch engagierte sie sich bis ins hohe Alter für gesellschaftlichen Zusammenhalt.