Deutschland und der Winter – immer wieder ein Thema! In diesem Jahr wirkt zumindest die Sorge ums Gas dem Anschein nach geringer: 'Solange der Winter halbwegs normal verläuft, gibt es keine Engpässe beim Gas, die Lieferketten stehen', so Markus Krebber, der Chef von RWE, in einem Gespräch mit der 'Rheinischen Post'. Aber: Er mahnt, dass das Energiesystem gerade so ausreicht – ein bedeutender Haken, den man nicht verschweigen sollte. Wer auch für außergewöhnlich kalte Winter oder eventuelle Lieferausfälle gewappnet sein will, müsse vor allem auf den Ausbau der LNG-Terminals setzen, so Krebber weiter. Flüssiggas (LNG) wird inzwischen aus verschiedenen Ecken der Welt geliefert – keine Selbstverständlichkeit.
Mit Blick auf die kommenden Monate gibt sich Krebber zuversichtlich: Er rechnet mit fallenden Gaspreisen, weil mehr Flüssiggas auf den Markt kommt und die Versorgung gesichert scheint. Für Strom sieht er sogar Potenzial für Preissenkungen ab 2026, vorausgesetzt die Netzentgelte bleiben dank staatlicher Zuschüsse niedrig. Dennoch – und das betont Krebber deutlich – müsse die Industrie langfristig finanziell entlastet werden, damit der Industriestrompreis konkurrenzfähig bleibt. Klingt alles erstmal beruhigend, aber ein Rest Unsicherheit bleibt. Wer würde das nicht spüren, wenn man sich auf Energiesysteme 'auf Kante genäht' verlassen muss?
Markus Krebber, Vorstandschef von RWE, sieht Deutschland für diesen Winter bei der Gasversorgung auf sicheren Beinen, solange keine extremen Wetterereignisse oder große Lieferstörungen auftreten. Die Perspektive auf fallende Gaspreise und eine Entspannung der Stromkosten ab 2026 klingt für Verbraucher zunächst positiv – allerdings bleibt das System fragil, da bereits bei stärkeren Belastungen die Versorgungssicherheit auf dem Spiel steht. Die Debatte um LNG-Terminals und strukturelle Entlastungen für die Industrie zeigt, dass die Energiepolitik weiterhin vor großen Herausforderungen steht. Laut aktuellen Presseberichten beschäftigt sich Deutschland zunehmend mit Unsicherheiten im Bereich der Energieimporte, etwa durch den Ukraine-Krieg und wetterbedingte Lastspitzen, was von Branchenexperten und Politiker:innen kontrovers diskutiert wird. Insbesondere die Versorgungssicherheit und die zukünftige Ausrichtung der Energieinfrastruktur (z.B. Netzausbau und Speicherlösungen) sind Gegenstand intensiver wirtschaftlicher und politischer Debatten.