Schenderlein widerspricht: Kein Dobrindt-Veto beim neuen Sportfördergesetz

Christiane Schenderlein (CDU), zuständig für den Sportbereich, stellt klar: Alexander Dobrindt (CSU) habe keinerlei Veto gegen das geplante Sportfördergesetz eingelegt – vielmehr herrsche noch einiges an Diskussionsbedarf.

heute 10:12 Uhr | 2 mal gelesen

„So eindeutig ist das nun wirklich nicht mit einem Veto“, brachte es Schenderlein im Gespräch mit RTL und ntv auf den Punkt. Ihrer Einschätzung nach gehe es weniger um Blockaden als vielmehr darum, offene Fragen auszuräumen, bevor das Sportfördergesetz in trockenen Tüchern ist. Die große Neuerung? Künftig soll eine unabhängige Instanz – also eine eigenständige Sportagentur – entscheiden, wie und wohin Fördergelder für den Spitzensport fließen. Keine leichte Aufgabe, die laut Schenderlein ein echter ‘Paradigmenwechsel’ wäre. "Am Schluss wollen wir ein Gesetz, das auch wirklich etwas taugt – nicht mehr, nicht weniger. Kritik kam zuletzt vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Schenderlein räumte ein, dass die Debatte dazu alles andere als still verlief: "Gerade der DOSB, als bedeutendster Akteur überhaupt, hat für breite Diskussionen gesorgt." Sie beruhigt aber: Die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Ressorts verläuft aus ihrer Sicht weitgehend konstruktiv. Inhaltlich bleibt sie überzeugt vom neuen Kurs: Die Förderpraxis im Leistungssport soll sich künftig stärker am Medaillenspiegel und an der Kompetenz von Experten orientieren. Staatliche Kontrolle bleibt trotzdem ein zentrales Element – immerhin geht’s am Ende um Steuergelder, „die müssen korrekt verwendet werden“.

Entgegen anderslautender Medienberichte gibt es laut Schenderlein kein kategorisches Veto seitens Bundesinnenminister Dobrindt, sondern noch offene Abstimmungen, vor allem zur Rolle einer externen Sportagentur. Ziel der Reform ist mehr Unabhängigkeit und Expertise in der Sportförderung, was dem deutschen Spitzensport angeblich zu neuer Transparenz und Schlagkraft verhelfen soll. Bei der Recherche in aktuellen Medien verstärkt sich das Bild, dass zentraler Streitpunkt weiterhin ist, wie genau staatliche und unabhängige Kontrolle ausbalanciert werden sollen – und ob die geplante Agentur die nötige Akzeptanz im Sport erreicht.

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