SDS und michel gmbh bringen Schlammtrocknung ohne Hallenbedarf auf die IFAT – Frischer Wind für saubere Prozesse

Auf der diesjährigen IFAT in München stellen SDS und die michel gmbh erstmals ihre modernisierte Generation von Schlammtrocknern vor. Im Mittelpunkt steht ein System, das vollkommen ohne Halleninfrastruktur funktioniert – und damit Energie spart, Kosten senkt und neue Maßstäbe bei der Schlammbehandlung setzt.

heute 15:45 Uhr | 2 mal gelesen

Es gibt Dinge in der industriellen Wasserwirtschaft, die auf den ersten Blick sperrig wirken – Klärschlamm zum Beispiel. Und doch müssen sie angepackt werden. SDS und die michel gmbh geben diesem vermeintlichen Sorgenkind nun ein überraschend zugängliches Gesicht. Was auffällt, noch bevor man in die Technik einsteigt: Die Benennung der neuen Trocknungslinien orientiert sich locker-leicht an Planeten. Jupiter, Saturn, Neptun und Merkur stehen nicht einfach so im Raum, sondern stehen Pate für verschiedene Größen – beinahe, als hätte sich jemand gefragt: Wie fühlt sich der Betrieb einer neuen Anlage an, wenn das Produktklima stimmt? Aber zur Technik, denn die markigen Namen trügen nicht: Das brüdenfreie Prinzip dieser Trocknungsanlagen sorgt dafür, dass keine Abluft ins Spiel kommt. Der Clou: Es ist keine große Halle, keine aufwändige Abluft-Reinigung mehr nötig. Betreiber können so flexibler planen, sparen sich Infrastruktur und am Ende einen ordentlichen Batzen Energiekosten. Modular aufgebaut, lassen sich die Systeme für jede Schlammmenge anpassen – fast wie einen Baukasten, den man nach Bedarf erweitern kann. Und so nebenbei: Besonders die Rückgewinnung von Phosphor, ein immer heißer diskutiertes Thema, erfährt dadurch einen weiteren kräftigen Schub. Kurze Anekdote: Bei der Präsentation auf der Messe IFAT gibt es am 7. Mai um 13 Uhr einen Vortrag von CEO Felix Hellmuth. Wer da reinschaut, bekommt sicher nicht nur Zahlen, sondern auch Einblicke in die Entwicklung, die eben nicht immer geradlinig verlief. Rückschläge, Sackgassen – und am Ende dennoch ein System, das die Zukunft im Blick behält. Das Modell "Merkur" wird als flexibles Arbeitstier angepriesen, für die Momente, in denen schnelle Reaktion gefragt ist. Zusammengefasst: Wer sich über den Aufwand bei der Klärschlammbehandlung geärgert hat, findet hier einen echten Gegenentwurf.

Im Kern stellen SDS und die michel gmbh eine grundlegend überarbeitete Schlammtrocknungslösung vor, die ohne aufwändige Halleninfrastruktur und Abluftsysteme auskommt. Insbesondere die Energieeffizienz, systematische Benennung nach Planeten und Anpassbarkeit an verschiedene Einsatzbereiche fallen ins Auge. Die Messepräsentation auf der IFAT zeigt neue Perspektiven für die zukünftige Klärschlammbehandlung in Richtung Umweltfreundlichkeit, Kosteneffizienz und rechtliche Vorgaben – das ist vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung der Phosphor-Rückgewinnung hochaktuell. Recherchen zeigen, dass andere Branchenakteure ebenfalls auf modulare, dezentrale Lösungen setzen, um Flexibilität und Nachhaltigkeit zu verbessern. Die IFAT selbst hat in diesem Jahr einen starken Fokus auf Innovationen im Bereich Klärschlamm, Abwasser und Ressourceneffizienz gelegt – als zentrale industrielle Entwicklung. Ein großes Thema ist auch die Anpassung an strengere gesetzliche Vorgaben – etwa zu Rückständen, Emissionen und Rohstoffrückgewinnung.

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