Aber: Die Bühne selbst sollen AfD-Mitglieder nicht bekommen – deren politische Ansichten hält er für "völlig falsch" und für Deutschland schädlich. Allerdings sei es eben nicht Aufgabe eines privaten Veranstalters, Parteien auf diesem Weg auszuschließen; die eigentliche Auseinandersetzung müsse politisch und inhaltlich geführt werden. So gesehen, öffnet das Format der Konferenz vielleicht die Tür zum Dialog – ohne gleich jedem einen roten Teppich auszurollen.
Die Entscheidung, AfD-Vertreter zur Münchner Sicherheitskonferenz 2026 einzuladen, sorgt für kontroverse Diskussionen. Ischinger argumentiert, dass Ausgrenzung der Partei nur deren Selbstinszenierung als Opfer stärken würde; die Konferenz selbst verstehe sich als Plattform für einen möglichst breiten und offenen Dialog. Während die Sicherheitskonferenz auf den konstruktiven Austausch auch zwischen tief verfeindeten Akteuren setzt, schließt Ischinger explizit aus, der AfD auf der Bühne eine Stimme zu geben, und sieht inhaltliche Grenzziehung primär als Aufgabe der übrigen demokratiefreundlichen Parteien. Jüngsten Medienberichten zufolge ist die Teilnahme der AfD an internationalen Foren auch deshalb umstritten, weil sie EU- und NATO-Positionen häufig fundamental ablehnt – was in Brüssel und Washington zunehmend kritisch beobachtet wird. In der Süddeutschen Zeitung wird etwa berichtet, wie demokratische Parteien Deutschlands vor einer schleichenden Normalisierung radikaler Positionen warnen und den öffentlichen, demokratischen Disput als entscheidend betrachten, um die AfD zu stellen. Neuere Recherchen zeigen außerdem, dass think tanks und Sicherheitsexperten weltweit Deutschland zur Debatte raten, wie weit politische Ausgrenzung hilft oder schadet. Die Debatte um den Umgang mit der AfD auf Plattformen wie der Münchner Sicherheitskonferenz bleibt daher hochaktuell.