Siemtje Möller von der SPD sieht keine Notwendigkeit, die Debatte um Taurus-Lieferungen an die Ukraine neu aufzurollen, da aus ihrer Sicht das meiste dazu bereits gesagt wurde. Viel dringlicher ist ihr zufolge, dass Europas Unterstützung für die Ukraine nicht ins Hintertreffen gerät – insbesondere, da die USA ihre Militärhilfe derzeit minimieren und sich stärker zurückhalten. Möller sieht die Gefahr, dass internationale Aufmerksamkeit durch den Nahost-Konflikt von der Ukraine abgelenkt wird, wodurch deren prekäre Lage weiter gefährdet werden könnte. Laut aktuellen Medienberichten spitzen sich die Diskussionen innerhalb der EU über zusätzliche militärische und finanzielle Hilfe immer weiter zu, wobei besonders Deutschlands Rolle als größter Unterstützer unter Beobachtung steht. Die US-Regierung hat tatsächlich weitere Hilfspakete an den Ukraine-Krieg geknüpft, aber innenpolitische Blockaden führen zu Verzögerungen, die die Ukraine spürbar treffen. Zudem kritisieren einige europäische Politiker, dass die Abhängigkeit von US-Unterstützung zu groß ist und Europa auf lange Sicht eigenständiger agieren müsse.