SoVD pocht auf gesicherte Altersvorsorge als Kernpunkt der Rentenreform

Mit Blick auf die bevorstehenden Empfehlungen der Rentenkommission sowie die Unsicherheit vieler Menschen fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) stärkere und verlässlichere gesetzliche Renten.

heute 01:02 Uhr | 2 mal gelesen

Wenige Tage vor der Veröffentlichung des Berichts der sogenannten Rentenkommission der Bundesregierung bringt sich der SoVD nochmals in Stellung – das Ziel müsse es sein, die gesetzliche Rente nachhaltig zu stärken. Laut SoVD-Vorstandschefin Michaela Engelmeier, geäußert gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe, gehe es nicht um kosmetische Korrekturen: Die Gesellschaft brauche ein Rentensystem mit dauerhaft stabiler Finanzierung, verlässlichem Rentenniveau und gezielten Maßnahmen gegen Altersarmut. Was die langjährige Berufstätigkeit wert ist, müsse sich im Ruhestand widerspiegeln, fordert Engelmeier; sie wendet sich aber entschieden gegen eine Rentenreform, die im Prinzip nur auf eine Erhöhung des Renteneintrittsalters hinausläuft. Das vertrage sich nicht mit dem Anspruch, Vertrauen und Verlässlichkeit für die Menschen zu schaffen. Übrigens: Wer die Diskussionen in den letzten Jahren verfolgt hat, kennt das Wellenspiel zwischen dem Ruf nach Eigenvorsorge und dem Wunsch nach einer starken, solidarischen staatlichen Lösung. Ich selbst frage mich gelegentlich, wie dieses Gleichgewicht unter den Vorzeichen des demographischen Wandels und der Haushaltsengpässe wirklich zu halten ist.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert angesichts der anstehenden Empfehlungen der Rentenkommission eine gerechtere und dauerhaft gesicherte gesetzliche Rente. Im Zentrum steht der Wunsch nach Stabilität, verlässlicher Finanzierung und wirksamen Strategien zur Bekämpfung von Altersarmut; einseitige Lösungsmodelle wie etwa eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters stoßen auf Ablehnung. Die gesellschaftliche Debatte dreht sich zurzeit besonders um die Frage, wie die alternde Bevölkerung in Zukunft finanziell abgesichert werden kann – laut aktuellen Berichten machen sich nicht nur Sozialverbände, sondern auch Ökonomen und Gewerkschaften Sorgen, wie angesichts stagnierender Lohnentwicklung und wachsender Unsicherheiten das Rentenniveau garantiert werden soll. Berichtet wird zudem verstärkt über den politischen Streit rund um das geplante Rentenpaket II, das unter anderem ein dauerhaftes Rentenniveau von mindestens 48 Prozent festschreiben will; Experten warnen indes vor steigenden Beiträgen. Neu ist, dass einige Parteien temporäre Zuschüsse aus Steuermitteln fordern, um das System zu stabilisieren. Zusätzlich wird darüber diskutiert, wie mehr Menschen auf dem Arbeitsmarkt eingebunden werden können – ein Aspekt, der etwa in einem aktuellen taz-Artikel betont wird.

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