Sozialverband lehnt geplante Einschnitte beim Krankengeld entschieden ab

Im Zuge der bevorstehenden Anhörung der Verbände meldet sich der Sozialverband Deutschland (SoVD) mit scharfer Kritik an den Plänen zur Gesundheitsreform zu Wort: Die angekündigten Kürzungen beim Krankengeld stoßen auf massive Ablehnung.

vor 2 Minuten | 2 mal gelesen

Aus Sicht der SoVD-Vorstandsvorsitzenden Michaela Engelmeier ist das Vorhaben der Regierung, beim Krankengeld den Rotstift anzusetzen, schlicht „nicht nachvollziehbar und gesellschaftlich höchst problematisch“. Wörtlich betont sie: „Hier wird an der falschen Stelle gespart – und das ausgerechnet zulasten derjenigen, die ohnehin wenig Spielraum haben.“ Das Ganze verstärke zudem die Debatte um ein mehrstufiges Gesundheitssystem, wo ohnehin bereits das Gefühl wachse, dass Solidarität auf der Strecke bleibe. Engelmeier kritisiert auch weitere Punkte im Gesetzentwurf, etwa geplante höhere Zuzahlungen für Medikamente sowie den Umstand, dass der Bund nicht vollständig die Beiträge für Bürgerinnen und Bürger in der Grundsicherung übernehmen wolle. Sie fordert vom Staat, „endlich Verantwortung zu zeigen und die Kosten für Bedürftige komplett aus Steuermitteln zu tragen.“ Bereits am Wochenende war öffentlicher Druck auf die Gesundheitsreform – initiiert von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) – gewachsen. Viele Verbände und Betroffene sehen sich übergangen und befürchten reale Einschnitte im Alltag. Man kann wohl sagen: Die Diskussion ist eröffnet, aber ein Kompromiss? Noch lange nicht in Sicht.

Die Auseinandersetzung um die jüngste Gesundheitsreform hat spürbar Fahrt aufgenommen. Der Sozialverband Deutschland spricht sich entschieden gegen geplante Kürzungen beim Krankengeld aus und prangert ein drohendes Auseinanderdriften der Versorgungsgerechtigkeit in der gesetzlichen Krankenversicherung an. Aktuell zeichnet sich ab, dass besonders Bedürftige und GKV-Versicherte weiter belastet werden sollen – unter anderem durch höhere Zuzahlungen für Medikamente und eine nur teilweise Übernahme der Kosten für Bezieher von Grundsicherung. Parallel präsentieren verschiedene Medien neue Zahlen und Stimmen: Die steigenden Krankenkassenbeiträge und die wachsende Kostenbelastung von Patientinnen und Patienten geraten immer stärker in den Fokus, während politische Entscheidungsträger auf einen Sparkurs drängen. Inzwischen fordern Fachverbände, dringend nachzubessern und insbesondere solidarische Elemente des Gesundheitssystems zu stärken, um soziale Spaltung zu verhindern. So gerät die Debatte nicht nur zur Frage einzelner Kürzungen, sondern berührt grundsätzliche Prinzipien der Daseinsvorsorge und Solidarität.

Schlagwort aus diesem Artikel