Spritpreise explodieren – Diesel besonders betroffen

Die Kosten für Diesel in Deutschland haben in nur einer Woche sprunghaft zugelegt – auch fürs Tanken von Benzin müssen Autofahrer tiefer in die Tasche greifen.

heute 14:01 Uhr | 3 mal gelesen

Erst kürzlich hat der ADAC gemeldet: Ein Liter Diesel kostete am Stichtag deutschlandweit durchschnittlich 2,288 Euro. Innerhalb einer Woche bedeutete das einen Aufschlag von satten 12,6 Cent. Und auch Super E10 bleibt nicht verschont – hier geht es um einen Preisanstieg von 3,2 Cent auf nun 2,074 Euro pro Liter feinstem Ottokraftstoff. Die vergangenen Tage markierten für beide Treibstoffe die bisherigen Höchstwerte des Jahres: Super E10 lag letzten Freitag bei 2,086 Euro, Diesel am Montag gar bei 2,310 Euro je Liter. Als Ursache sehen Branchenbeobachter – mit einiger Berechtigung, aber auch einer Prise Unsicherheit – die Unsicherheiten in der Golfregion. Der Iran-Konflikt hat dem Ölpreis einen Satz nach oben verpasst: Kurze Zeit schoss ein Barrel Brent-Öl über 110 US-Dollar, fiel aber inzwischen wieder etwas unter die Hunderter-Marke. Der ADAC meldet sich in dieser Situation lautstark zu Wort und drängt auf eine temporäre Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe. Besonders für Diesel sei das wie eine kleine Verschnaufpause am Steuer: Sinkt die Steuer auf EU-Niveau, könnten pro Liter locker 15 Cent gespart werden. Parallel dazu schiebt Deutschland dem Preiswirrwarr an Tankstellen einen Riegel vor – ab 1. April soll das aus Österreich bekannte Modell gelten: Preiserhöhungen beim Tanken sind dann nur noch einmal täglich erlaubt, während Preisnachlässe jederzeit möglich bleiben. Klingt nach Bürokratie? Vielleicht. Aber Tankstress dämpft es womöglich ein wenig.

Anfang dieser Woche sorgten rasant gestiegene Kraftstoffpreise für Aufsehen, was viele Autofahrer tief in die Tasche greifen lässt. Als wesentlichen Auslöser identifizierten Experten die angespannten geopolitischen Verhältnisse rund um Iran und die daraus resultierende Schwankung der Ölpreise. Interessant: Trotz eines kurzzeitigen Peaks ist der Ölpreis anschließend etwas gefallen, was aber bislang noch kaum an den Zapfsäulen angekommen ist. Die Maßnahme, Preise an Tankstellen nur noch einmal täglich zu erhöhen (wie es in Österreich schon länger üblich ist), könnte künftig Schwankungen für Verbraucher abmildern – allerdings bleibt abzuwarten, wie clever die Mineralölkonzerne darauf reagieren. Der ADAC fordert die Regierung auf, steuerliche Entlastungen zu prüfen. Außerdem ist mit Blick auf Entwicklungen wie den Corona-bedingten Tanktourismus oder neue CO2-Abgaben unklar, mit welchen Preissprüngen 2024 langfristig noch zu rechnen ist. **Zusätzliche Details aus aktueller Recherche:** - Viele Energie- und Wirtschaftsexperten weisen darauf hin, dass nicht nur die globale Öllage, sondern auch regionale Raffinerieengpässe und logistische Probleme die Preise in Deutschland beeinflussen. - Die Bundesregierung diskutiert weiterhin intensive Maßnahmen, um Preismanipulationen und überhöhte Margen an Tankstellen zu verhindern. - Die Debatte um das "Österreich-Modell" stößt bei Marktanalysten auf gemischte Reaktionen: Einerseits erhofft man sich mehr Transparenz und ruhigere Preiskurven, andererseits bestehen Zweifel, ob dies die Belastungen für Endverbraucher tatsächlich signifikant senkt.

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