Kartellamtschef Andreas Mundt ist überzeugt: Die Ölpreis-Entspannung aufgrund geopolitischer Entwicklungen – aktuell dem Waffenstillstand zwischen USA und Iran – müsse sich direkt an den deutschen Zapfsäulen bemerkbar machen. Er kritisiert die bisherige Preispolitik der Tankstellen, die bei Preiserhöhungen sofort reagieren, bei Preissenkungen aber häufig zögern. Außerdem betont er, dass die neuen Marktregulierungen und mehr Transparenz für Verbraucher mittelfristig zu faireren Preisen und weniger Preissprüngen führen sollten. Ergänzend lässt sich feststellen, dass laut aktuellen Recherchen die europäischen Raffinerien unter hohem Wettbewerbsdruck stehen und viele Verbraucher ihre Tank-Gewohnheiten vermehrt an Preisanzeigen-Apps anpassen, um wenige Cent pro Liter zu sparen. Gleichzeitig wird die internationale Ölmarkt-Situation durch geopolitische Unsicherheiten und politische Eingriffe wie Preisdeckel beeinflusst, wodurch die Prognose zu kurzfristigen Preisentwicklungen teilweise schwierig bleibt. Auch Umweltaspekte, wie die sinkende Mineralöl-Nachfrage wegen Elektromobilität, üben langfristigen Druck auf die Spritpreise aus.