Die Diskussion um die komplette Streichung der Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel hält an: Obwohl private Haushalte laut Berechnungen verschiedener Wirtschaftsforscher eine monatliche Entlastung im unteren zweistelligen Eurobereich erwarten können, ist der mögliche Einnahmeverlust für den Staat mit bis zu 17 Milliarden Euro jährlich enorm. Kritisch sehen Experten dabei, ob der Handel die Steuersenkung voll an die Verbraucher weitergibt – vieles spricht dafür, dass ein Teil davon in den Margen hängenbleibt oder durch andere Preissteigerungen aufgezehrt wird. Neueste Updates machen deutlich, dass in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit (Inflation, Energiepreissteigerungen) politische Forderungen nach spürbaren Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger zwar populär sind, strukturell aber oft nur moderate Verbesserungen bringen und Risiken für die Staatsfinanzen bergen. Ergänzend haben mehrere Medien die aktuellen Preisentwicklungen beleuchtet. Die taz betont, dass bei steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen viele Menschen neue Sparstrategien entwickeln und dass politische Maßnahmen wie eine Steuerbefreiung kurzfristig helfen, aber langfristig strukturelle Veränderungen gebraucht werden (Quelle: [taz](https://taz.de)). Auf zeit.de wird berichtet, dass Handelsketten teils versprechen, Steuerentlastungen direkt weiterzugeben, Beobachter aber empfehlen, auf Preistransparenz und unabhängige Überwachung zu pochen (Quelle: [Zeit Online](https://www.zeit.de)). Bei der FAZ werden die fiskalischen Risiken hervorgehoben, gleichzeitig aber darauf hingewiesen, dass die Maßnahme mit weiteren gezielten Hilfen für finanziell Schwächere kombiniert werden müsste, damit die Wirkung am Ende nicht verpufft (Quelle: [FAZ](https://www.faz.net)).