Telefonat zwischen Kanzler Merz und Nigerias Präsident Tinubu: Gemeinsame Strategien und Hoffnungen

Am Mittwoch sprach Bundeskanzler Friedrich Merz mit Nigerias Präsident Bola Tinubu über bilaterale Beziehungen, aktuelle Herausforderungen und die Zusammenarbeit in der Region.

heute 15:43 Uhr | 3 mal gelesen

Wie Regierungssprecher Stefan Kornelius bekanntgab, haben Bundeskanzler Merz und Präsident Tinubu in einem Telefongespräch die politische Situation in Westafrika erörtert. Merz versprach, Deutschland werde weiterhin an der Seite Nigerias stehen – besonders, wenn es um die Stabilisierung des Landes gehe. Auffällig war sein ausdrückliches Lob für die langjährige Partnerschaft zwischen beiden Staaten. Wirtschaftliche Aspekte kamen ebenfalls auf den Tisch, beide Seiten signalisierten, dass sie bei gemeinsamen Projekten noch zulegen wollen. Nigeria – das bevölkerungsreichste Land Afrikas und Wirtschaftsmotor der Region – spielt auch im Staatenbund ECOWAS eine Schlüsselrolle. Im Norden des Landes bleibt die Sicherheitslage problematisch: Immer wieder kommt es zu Angriffen radikaler Gruppen wie Boko Haram und ISWAP, während der Süden vergleichsweise ruhiger ist. Aktuell unterstützen die USA das Land militärisch, allerdings beschränkt sich das US-Militär auf beratende Funktion und hält sich aus direkten Kämpfen heraus. Die Hoffnung bleibt, dass ein enger Dialog und wirtschaftliche Zusammenarbeit nicht nur zwischen Regierungschefs, sondern auch für die Menschen vor Ort spürbar werden.

Das kürzliche Gespräch zwischen Kanzler Merz und Präsident Tinubu zeigt den Willen beider Länder, ihre bilaterale Zusammenarbeit in heikler Lage weiter auszubauen. Deutschland sichert Nigeria Unterstützung – vor allem bei der Bekämpfung von Extremismus und für wirtschaftliche Entwicklung zu. Nigeria steht dabei nicht nur vor massiven Herausforderungen durch Extremistengruppen im Norden, sondern bleibt auch ein wichtiger Stabilitätsfaktor für Westafrika; internationale Akteure wie die USA zeigen – auch durch Truppenverstärkungen –, wie ernst die Sicherheitslage genommen wird. Zusätzliche Recherche: Zuletzt wird von mehreren Medien betont, dass Nigeria eine entscheidende Rolle bei der Nahrungsmittelversorgung Subsahara-Afrikas einnimmt, sich aber erheblichem politischem Druck und gelegentlichen Protestbewegungen im eigenen Land gegenübersieht. Hinzu kommt, dass sich die Arbeitslosigkeit vor allem bei jungen Menschen zuspitzt. Die wirtschaftliche Vertiefung mit Deutschland wird daher als Hoffnungsschimmer, aber auch als Herausforderung gesehen – es gilt, den Spagat zwischen Stabilisierungsmission, wirtschaftlichem Fortschritt und gesellschaftlichem Zusammenhalt zu meistern.

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