"Das war kein lockerer Wettbewerb zwischen Lehrlingen, sondern eine Demonstration von erstaunlicher Fachkenntnis, wie man sie selten zu sehen bekommt", so Landeslehrlingswart Fritz Schwab. Er sagt: „Dieses Jahr hätte wohl ein vierter Platz noch im Vorjahr gereicht, um zu gewinnen.“ Im ersten Ausbildungsjahr hieß der Sieger Michael Meisl (Georg Schönleitner GmbH & Co KG). Jonathan Neureiter (Voglauer Gschwantner & Zwilling GmbH) und Julian Eibl (Schmidhuber Raum GmbH) folgten auf den Plätzen. Im zweiten Lehrjahr führte Andreas Eder (Möbel Scheiber) das Feld an, gefolgt von Johannes Arbeiter und Amalia Autrum, die als eine der talentierten jungen Frauen überzeugte.
David Breitfuß (Schmidhuber Raum GmbH) im dritten Lehrjahr machte seinen persönlichen Dreifach-Sieg perfekt, schon in den Vorjahren stand er obenauf. Die vierten Lehrjahre traten in zwei Disziplinen gegeneinander an: Stefan Kittl siegte in Planung, Christian Kastner in der Produktionstechnik. Bemerkenswert: Leonie Fötschl, ebenfalls eine Frau unter den Besten.
„Wer sagt, der Tischlerberuf sei Männersache – der hat hier gründlich das Nachsehen,“ ist öfter auf dem Event gefallen. Zudem wird deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Betrieben und der Innung ist. Dass Unternehmen wie Schmidhuber gleich fünf Lehrlinge ins Rennen schicken, ist nur ein Indiz für nachhaltige Nachwuchsförderung – und ja, gefeiert werden darf natürlich auch: Nach Graz zum Bundesbewerb und für den aktuellen Hattrick-Sieger erstmal auf ein kühles Getränk beim Trumer Bierfest. Muss auch mal sein. Teamgeist und Talent – diese Mischung überzeugt am Ende alle, die am Werk sind oder einfach zuschauen.
Der Landeslehrlingswettkampf der Salzburger Tischler und Holzgestalter 2024 in Kuchl war von hohem Niveau und starker Beteiligung junger Frauen geprägt. Besonders stachen die Leistungen der Lehrlinge vom Familienbetrieb Schmidhuber Raum hervor, die gleich mehrfach auf dem Podium landeten. Die Zusammenarbeit von Betrieben, Schulen und der Innung zeigt, wie qualitativ hochwertige Ausbildung Innovation im Handwerk ermöglicht. Aktuell berichten mehrere Medien davon, dass die Nachfrage nach handwerklich gut ausgebildeten Arbeitskräften in Österreich weiterhin steigt, was dem Berufsfeld Tischlerei Zuversicht gibt. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung erhält die Verbindung von traditioneller Handwerkskunst mit moderner Technologie zusätzliches Gewicht – viele junge Talente nutzen Software und moderne Maschinen, um sich zu differenzieren. Die österreichische Lehrlingsausbildung bleibt damit ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Zukunft sowie für gesellschaftliche Vielfalt und Integration im Handwerk.