Das Gremium des DEUTSCHEN KAMERAPREISES hebt hervor: „Torsten Breuer meistert Stil- und Technikwechsel wie kaum ein anderer und prägt mit seiner cineastischen Sprache zahlreiche preisgekrönte Filme. Er ist ein Künstler mit ungewöhnlicher Bandbreite. Sogar als Komponist prägte Breuer die Neunziger.“ Breuer selbst sieht Kameraarbeit ganz musikalisch: „Kameraarbeit ist für mich wie eine Symphonie. Es kommt auf Takt, Dynamik und Bewegungsfluss an. Starre Einstellungen? Eher nichts für mich.“ Für ihn ist das Gefühl entscheidend: „Ich muss emotional berührt sein von einer Geschichte – nur dann arbeite ich daran.“ Sogar in schwierigen Lebensphasen habe er ohne Wenn und Aber Projekte abgelehnt, wenn sie ihn nicht bewegt hätten.
Geboren 1954 auf Norderney, wuchs Breuer in einem musisch geprägten Umfeld auf. An der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) traf er auf Katja von Garnier – gemeinsam schufen sie u.a. „Abgeschminkt“ und „Bandits“. Zusammen mit Caroline Link („Pünktchen und Anton“) und Marcus H. Rosenmüller („Schwere Jungs“, „Beckenrand Sheriff“) gelangen ihm weitere Highlights. In Kooperation mit Dennis Gansel realisierte er die eindringlichen Stoffe „Napola – Elite für den Führer“ und „Die Welle“, außerdem die kunterbunte Verfilmung „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Mit Michael Bully Herbig entstanden Komödien wie „Buddy“ oder „Bullyparade – Der Film“, aber auch das bewegende Fluchtdrama „Ballon“ sowie das aktuellere „Tausend Zeilen“. Für die Inszenierung von „Jerry Cotton“ wurde Breuer bereits 2011 mit dem DEUTSCHEN KAMERAPREIS ausgezeichnet. Im TV-Bereich ist sein Name u.a. mit der ZDF-Krimireihe „Kommissarin Lucas“ verbunden.
Breuer komponierte zudem Musik für mehrere Sönke-Wortmann-Filme, darunter „Allein unter Frauen“ und „Der bewegte Mann“. Durch den aktuellen Ehrenpreis rückt er in eine Riege mit Bildgestaltern wie Judith Kaufmann, Slawomir Idziak oder Birgit Gudjonsdottir.
Die Gala zur 36. Verleihung findet am 8. Mai 2026 im Kölner WDR-Funkhaus statt. 35 Kameraleute sowie Film-Editor:innen sind nominiert, etwa in den Kategorien Fiktion, Doku und Nachwuchs. Die Show läuft ab 19 Uhr erstmals als Livestream in der ARD Mediathek, danach folgen Fernsehübertragungen im WDR, ARD Alpha, SWR und NDR.
Nähere Infos zu allen Nominierten:
www.deutscher-kamerapreis.de.
Presseanfragen: WDR Kommunikation, 0221 220 7100,
kommunikation@wdr.de.
Torsten Breuer wird mit dem Ehrenpreis des DEUTSCHEN KAMERAPREISES 2026 ausgezeichnet. Seine filmische Laufbahn ist geprägt vom intensiven Wechselspiel zwischen Bild und Musik: Breuer ist sowohl für seine visuelle Stilsicherheit als auch für sein feines Gespür in der Filmmusik anerkannt. Kreative Partnerschaften mit Regisseur:innen wie Katja von Garnier, Caroline Link oder Michael Bully Herbig haben das deutsche Kino entscheidend mitgeprägt. Die Preisverleihung findet am 8. Mai 2026 in Köln statt und wird erstmals via Livestream in der ARD Mediathek übertragen, gefolgt von mehreren TV-Ausstrahlungen. Im Kontext der aktuellen Berichterstattung steht der DEUTSCHE KAMERAPREIS auch für den neuen gesellschaftlichen Stellenwert von Kameraleuten und Editor:innen, deren Arbeit zunehmend thematisiert und gewürdigt wird. Zudem entwickelt sich durch Innovationen im technischen und künstlerischen Bereich ein neues Bewusstsein für Bildgestaltung in der Film- und Fernsehlandschaft, wie aktuelle Fachmedien berichten.
Weitere aktuelle Details:
- Laut der Süddeutschen Zeitung werden Kameraleute und ihre Forderungen nach mehr künstlerischer Freiheit aktuell breit diskutiert, auch im Hinblick auf die sich wandelnde Produktionslandschaft (Quelle: Süddeutsche Zeitung).
- Auf Taz wird die Rolle von Kreativschaffenden hinter der Kamera zunehmend in den Fokus gestellt, mit Vertiefungen zur Sichtbarkeit und Arbeitsbedingungen (Quelle: taz).
- Außerdem beleuchtet eine aktuelle Spiegel-Reportage die internationale Bedeutung deutscher Bildgestalter:innen und die Herausforderungen durch Streaming und künstliche Intelligenz für das Handwerk (Quelle: Spiegel Online).