ToyAward 2024: Sechs Spielzeug-Ideen, die überraschen – Von nachhaltigen Bauteilen bis zu digitalen Klangwelten

Nürnberg – Auf der diesjährigen Spielwarenmesse gab es wieder viel zu bestaunen, aber sechs Neuheiten steckten alle anderen in die Tasche: Sie erhielten den ToyAward – nicht bloß ein hübsches Label, sondern aus Sicht der Branche so etwas wie ein kleiner Ritterschlag. Vom musikalisch aufbereiteten Stofftier bis zum cleveren Mitmach-Baukasten für Tüftler reichte das Spektrum der prämierten Spielideen. Die Gewinnerprodukte lockten mit Innovation, Solidität und frischen Ansätzen – und wurden samt Finalisten im Rampenlicht der Sonderschau in Halle 3A vorgeführt.

heute 15:57 Uhr | 3 mal gelesen

Mehr als 600 Neueinreichungen stapelten sich dieses Jahr bei der Jury auf dem Tisch – und die zwölfköpfige Kommission, bestehend aus Händlerinnen, Branchenexperten, Forschern und Sicherheitsleuten, hatte ein klares Ziel: Spielspaß, Originalität, Sicherheit und Markttauglichkeit sollten zusammenkommen, ohne dass die Wertigkeit oder das Aha-Erlebnis zu kurz kommt.

In der erstgenannten Kategorie ‘Baby & Infant’ (0-3 Jahre) schafften es Tonies mit ihren knautschigen, griffigen Klang-Figuren aufs Treppchen. Die vereinen Kindergeschichten und Kuschelfaktor – und bringen selbst schüchterne Kinder zum Zuhören, so das Lob der Expert*innen.

‘Der Berg ruft’ (PreSchool) ist ein kleiner Kletter-Wettstreit im Hochformat, bei dem Kinder sich ins strategische Klettern üben – mit Händen, Hirn und Herz. Geschick und Absprache stehen hier im Vordergrund.

Für die größeren Kids (SchoolKids) holte sich Franckh-Kosmos den Award mit ‘Temple Twist’ – einem Teamspiel, bei dem die Schatzjagd durch einen sich stets verändernden Tempel geht. Kommunikation ist Pflicht, und Geduld meistens auch.

Unter den Teenagern und Erwachsenen überzeugte ‘CluePuzzle – The Wonderbox of Alice’ mit einer Mischung aus 3D-Puzzle, Escape-Abenteuer und Schauwert: Über 180 Holzteile, verzahnt zu einer trickreichen Schachtel voller Rätsel – da muss man die grauen Zellen schon richtig ankurbeln.

Das beste Startup lieferte dagegen Beaver Edu SAL mit einem variablen Konstruktions-Set aus Holzstäben und Steckgelenken. Wer will, schneidet sogar selbst und – keine Angst – das geht kindersicher.

Nachhaltigkeitspreis? Ging dieses Mal an ‘Arches’ von Waytoplay – gebogene, recycelte Kunststoffformen, die alles werden können: Wellen, Brücken, Fantasietiere. Geniales Klicksystem ohne Firlefanz – und produziert vor Ort, nicht am anderen Ende der Welt.

Wer mehr wissen oder vielleicht sogar stöbern will: Alle Besonderheiten, Fotos und weiterführende Infos gibt es auf den Websites der Messe und dem ToyAward.
Und na klar, eine ordentliche Portion Branchengerede ist dort garantiert. Mehr zum Award – samt hochauflösendem Bildmaterial unter spielwarenmesse.de/media.

Fragen? Die Kommunikationschefin Scarlett Wisotzki nimmt solche sogar telefonisch entgegen – kein Witz! (Mail, Tel. oben im Link.)

Der ToyAward auf der Spielwarenmesse in Nürnberg prämiert jährlich Spielzeuge, die durch Innovationsgeist, Qualität, Spaß und Markttauglichkeit hervorstechen. Die Preisträger 2024 spiegeln Trends der Branche wider: starke Kombinationen aus Technik, Kreativität und Nachhaltigkeit prägen die Siegerprodukte, wobei klassische Werte wie Haptik und Teamgeist keinesfalls alt aussehen. Neu in diesem Jahr ist die betonte Verarbeitung nachhaltiger Materialien, was zum Beispiel bei Arches mit Recyclingkunststoff oder beim variablen Echtholz-Bausatz von Beaver Edu sichtbar wird.

| Zusätzliche Details (Stand Juni 2024): Die Spielwarenbranche befindet sich weiter im Wandel – unter anderem ermöglicht Digitalisierung neue Spielkonzepte, zum Beispiel intelligente Spielfiguren mit App-Anbindung. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach robusten, umweltgerechten Materialien, Kinder und Eltern achten zunehmend auf soziale und ökologische Standards. Die Messe gilt weiterhin als internationaler Branchentreffpunkt, bei dem Spielbarrieren abbauen und weltweite Standards für sicheres und nachhaltiges Spielen diskutiert werden.

Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung standen verstärkt Bildungsaspekte: Neben Kreativität und Spielfreude legten Entwickler und Jury zunehmend Wert auf Förderung von Kommunikation, Teamwork und technischem Verständnis. Auch der Einfluss von Pandemie und Globalisierung ist spürbar – Lieferketten, regionale Produktion und Recyclingkonzepte heißen die Stichworte, über die die Branche aktuell am meisten diskutiert. Gerade die Kategorie Sustainability gibt ein Indiz, wie stark politischer und gesellschaftlicher Druck die Spielzeugwelt erreicht hat.

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