Es klingt fast wie ein Déjà-vu, wenn aus Washington halb Versöhnlicheres anklingt: Trump kündigte am Sonntag via Truth Social an, dass eine US-Delegation Montagnacht in Islamabad eintrifft – und zwar, um mit Vertretern des Iran zu sprechen. Klingt erstmal diplomatisch, aber im gleichen Atemzug ließ er durchblicken, dass sich der Ton auch schnell ändern kann: Iran habe den Waffenstillstand in der Straße von Hormus gebrochen und Schiffe ins Visier genommen, schrieb Trump. Überhaupt stand seine Ansage auf messerscharfer Kante: Die USA würden einen – wie er es nennt – 'guten und angemessenen Deal' anbieten, aber falls Teheran ablehne, wären alle iranischen Kraftwerke und Brücken 'nicht mehr sicher'.
Das Gerangel um die Straße von Hormus sorgt derweil weltweit für Stirnrunzeln. Erst hieß es, der Iran würde seine Blockade fallen lassen – was nach leichter Entspannung roch. Dann aber kehrte die übliche Härte zurück, nachdem die USA ihrerseits weiterhin Schiffe, die in iranische Häfen wollen, blockierten. Die Bedeutung der Straße von Hormus liegt auf der Hand: Sie ist das Nadelöhr für einen guten Teil des globalen Ölhandels. Kein Wunder also, dass schon kleine Gesten und Worte die Ölpreise wild hin und her hüpfen lassen. Manchmal scheint es, als würde ein einziger Tweet den Pulsschlag des internationalen Marktes bestimmen.
Trump setzt auf eine Mischung aus öffentlicher Diplomatie und brachialen Drohgesten gegenüber Iran. Die jüngsten Spannungen um die Straße von Hormus, einen der neuralgischen Punkte der Weltwirtschaft, zeigen, wie verletzlich die globalen Lieferketten sind – und wie eng politische Entscheidungen und Wirtschaftsinteressen miteinander verknüpft sind. Laut aktuellem Stand finden die Gespräche in Islamabad tatsächlich statt, wobei die Erwartungshaltung auf allen Seiten von skeptisch bis besorgt reicht: Während einige einen diplomatischen Frühling wittern, mahnen Experten vor zu großem Vertrauen in scheinbar versöhnliche Töne, denn die Gefahr einer Eskalation ist real und politisch keineswegs gebannt. Ergänzend lohnt ein Blick auf kürzliche Entwicklungen: Laut verschiedenen Medienberichten haben die Verhandlungen teilweise bereits auf inoffizieller Ebene begonnen, allerdings fehlt es beiden Seiten deutlich an Vertrauen nach den Ereignissen der letzten Wochen. Ölpreise schwanken weiterhin aufgrund von Unsicherheiten über mögliche Störungen im Persischen Golf, Analysten sind uneins über die weitere Entwicklung. Schließlich fordern europäische Staaten eine stärkere Einbindung in den Prozess, auch als Stabilitätsfaktor.