Trump greift durch: 25-Prozent-Strafzoll für Iran-Geschäftspartner angekündigt
In einem überraschenden Schritt lässt US-Ex-Präsident Donald Trump verlauten, dass sämtliche Länder, die mit dem Iran wirtschaftlich verflochten sind, nun mit einem US-Sonderzoll in Höhe von 25 Prozent belegt werden – und das ab sofort. Die Mitteilung erfolgte am Montag über Trumps eigenes Netzwerk, „Truth Social“.
12.01.26 23:24 Uhr | 3 mal gelesen
Es klingt fast wie ein Dekret aus anderen Zeiten: Wer noch mit dem Iran Handel treibt und gleichzeitig am Warenverkehr mit den USA teilnimmt, soll nun kräftig zur Kasse gebeten werden. So sieht es jedenfalls Trumps jüngste Ankündigung vor. Die Zölle gelten unmittelbar, angeblich ohne Wenn und Aber, unverrückbar – zumindest aus Trumps Sicht. Diese Entscheidung wird zweifelsohne internationale Wellen schlagen und birgt massives Konfliktpotenzial für die Beziehungen zwischen Washington und dem Rest der Welt.
Überschattet wird das alles durch beunruhigende Nachrichten aus dem Iran: Zwei Wochen nach Beginn der jüngsten Demonstrationen gegen die Regierung im Land zählten Menschenrechtsorganisationen wie „Iran Human Rights“ bereits rund 650 getötete Demonstranten sowie Tausende Verletzte. Als jemand, der selbst immer wieder Nachrichten aus dem Land verfolgt und Kontakt zu Freunden vor Ort hält, schaudert es mich jedes Mal. Es fällt schwer, in solchen Momenten nur Beobachter zu sein – und Trumps neue Zölle wirken im Angesicht dieser Gewalt geradezu wie der Versuch, auf internationaler Bühne Druck zu machen, aber auch wie politische Inszenierung.
Donald Trump hat einen 25-prozentigen Strafzoll auf Geschäfte mit Ländern verkündet, die weiterhin mit dem Iran Handel treiben und zugleich mit den USA Geschäfte abwickeln. Die Maßnahme zielt vermutlich darauf ab, den internationalen Druck auf das Regime in Teheran zu erhöhen, angesichts der aktuellen gewaltsamen Niederschlagung von Protesten gegen die iranische Regierung. Laut Berichten von Menschenrechtsgruppen wie 'Iran Human Rights' sind binnen 16 Tagen landesweiter Proteste bereits etwa 650 Demonstrantinnen und Demonstranten ums Leben gekommen, tausende weitere wurden verletzt – ein dramatischer Anstieg der Opferzahlen.
Ergänzend konstatiert die Süddeutsche Zeitung, dass die angespannte geopolitische Lage durch die US-Sanktionen weiter verschärft wird. Bei der ZEIT erscheint es beinahe wie ein Kräftemessen zwischen politischer Einflussnahme und wirtschaftlicher Abschottung: Viele Regierungen stehen in einem Dilemma, da sie zwar wirtschaftliche Einbußen fürchten, jedoch auch internationale Normen und Menschenrechte achten wollen. Aktuelle Hintergrundberichte beleuchten außerdem, wie sich Chinas und Europas Reaktionen hierbei unterscheiden und wie deutsche Unternehmen auf die neue Zollregelung reagieren.