Also, Trump hat auf seiner eigenen Plattform verlauten lassen, dass er einem Treffen zum Thema Grönland in Davos zustimme. Ziemlich charakteristisch deutete er wiederholt an, Grönland sei für die USA aus 'Sicherheitsgründen absolut unverzichtbar' – was an Brisanz kaum noch zu überbieten ist. Und wo Trump ist, da sind auch martialische Töne nicht weit: Die USA blieben das stärkste Land der Welt, und ihr Militär stehe kurz davor, in alter Stärke zu glänzen (man fragt sich, wie viele Generäle der Mann morgens grüßt).
Interessant – oder ehrlich gesagt ein bisschen seltsam – war Trumps Veröffentlichung von Bildschirmausschnitten mit vermeintlichen Nachrichten anderer Staatschefs. Macron zum Beispiel soll angedeutet haben, dass er Trumps Grönland-Agenda kaum verstehe, aber gleichwohl einen Termin mit diversen Staaten organisieren könne. Darunter Ukrainer, Dänen, Syrer, Russen – man fragt sich, ob da jemand die Gästeliste wild durcheinanderwürfelt.
Immerhin, und das macht das Ganze noch absurder: Trump postete zwei offensichtlich KI-generierte Bilder. Das eine zeigt eine Landkarte, auf der Grönland kurzerhand den USA zugeschlagen wurde – und Kanada gleich mit. Im zweiten inszeniert er sich in Siegerpose mit US-Flagge und 'Grönland – US-Territorium. Gegründet 2026.' Irgendwie wirken solche Bilder wie ein überdrehter Werbespot für amerikanischen Größenwahn.
Klarstellen muss man: Grönland ist rechtlich gesehen, zusammen mit dem dänischen Kernland und den Färöern, selbstverwalteter Teil Dänemarks. Trotzdem: Trump befeuert regelmäßig Debatten um einen US-Anspruch auf die strategisch gelegene Insel im Nordmeer.
Für Verunsicherung sorgt auch, dass er Strafzölle für Waren aus mehreren europäischen Ländern angekündigt hat – inklusive Deutschland, Dänemark und weiteren wichtigen Partnern. Zunächst 10 Prozent ab Anfang Februar, ab Juni sogar 25 Prozent. Europäische Länder suchen prompt nach Wegen, diesen protektionistischen Maßnahmen zu begegnen. Nebenbei hat Bundeskanzler Merz Dänemark und Grönland immerhin diplomatische Rückendeckung signalisiert. Aber ob das viel ausrichten kann? Es bleibt alles ziemlich angespannt, ehrlich gesagt.
Trumps jüngste Ankündigung, ein Treffen zu Grönland in Davos zu unterstützen, sorgt für reichlich Wirbel. Die US-Regierung betrachtet Grönland als sicherheitsstrategisch enorm wichtig – nicht zuletzt wegen der Nähe zu Russland und potenzieller Rohstoffvorkommen. Aktuelle Recherchen von SPIEGEL und Zeit zeigen: Sowohl die dänische als auch die EU-Politik stehen Trumps Ansinnen skeptisch bis ablehnend gegenüber, während in Grönland selbst Sorgen über eine Militarisierung und geopolitische Einflussnahme wachsen.
Hinzukommt: Laut DW und taz wird der Druck auf Europa durch geplante US-Strafzölle spürbar – neben diplomatischen Reaktionen sucht die EU mit Hochdruck nach einer gemeinsamen Linie. In mehreren Ländern kursieren Spekulationen über mögliche wirtschaftliche Auswirkungen sowie eine Aufwertung grönländischer Autonomie. Bei The Local und mehreren deutschen Leitmedien stehen unterdessen die mit dem Streit verbundenen Risiken für den NATO-Zusammenhalt ganz oben auf der Agenda. Eine neue Bewertung zeigt, dass die Entschlossenheit Dänemarks, Grönlands Interessen zu verteidigen, durch das aggressive Auftreten der USA eher noch bestärkt wird.