Die deutsche Bauindustrie sieht sich in den kommenden Jahren mit kräftig steigenden Kosten konfrontiert, insbesondere durch hohe Tarifabschlüsse, energieintensive Prozesse und fortlaufende Lohnangleichungen zwischen Ost- und Westdeutschland. Expert*innen befürchten, dass darunter vor allem der Wohnungsbau und damit der ohnehin angespannte Immobilienmarkt leidet, zumal die Fertigstellungszahlen neuer Wohnungen auch 2024 weit hinter dem von der Bundesregierung angepeilten Ziel zurückbleiben – voraussichtlich wird bloß die Hälfte realisiert. Auch bei geplanten Zukunftsinvestitionen wie dem milliardenschweren Sondervermögen für Klimaneutralität und Infrastruktur stockt die Umsetzung, was angesichts schleppender Genehmigungen, Planungsunsicherheiten und zäher Ausschreibungsverfahren in der Branche zu Unmut führt. Recherche oder ergänzende Einschätzung: Inzwischen berichten mehrere große Medien, dass die Wohnungsnot vor allem einkommensschwachen und jungen Menschen den Zugang zu angemessenem Wohnen erschwert – die Preisspirale im Bausektor verschärft den sozialen Brennpunkt (siehe Quelle: Zeit Online). Die deutsche Bauindustrie fordert seit Monaten mehr staatliche Hilfen, um Neubauten anzuschieben und Innovationen wie serielle Fertigung und nachhaltige Baustoffe praktischer zu fördern (Quelle: FAZ). Experten mahnen, dass ohne grundlegende Modernisierung und digitalisierte Planungsprozesse viele öffentliche Vorhaben – beispielsweise im kommunalen Wohnungsbau oder bei Schulen – weiterhin Jahre im Verfahren festhängen (Quelle: Süddeutsche Zeitung).