Die Deutsche Bahn plant offenbar einen drastischen Schnitt: Das Team für Change-Management, gegründet unter Ex-Chef Lutz, steht vor der Auflösung. Ziel ist laut internen Stimmen, die Führungsebene zu verschlanken und sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Hintergrund ist die wachsende Kritik an einer überdimensionierten Verwaltung, steigende Kosten und der Druck, Ressourcen effizienter für die dringend notwendige Modernisierung der eigenen Infrastruktur einzusetzen. Auch in Medien und Fachkreisen wird rege diskutiert, ob der radikale Umbau den gewünschten Modernisierungsschub bringt – oder ob Know-how und Motivation auf der Strecke bleiben. In jüngsten Branchenmeldungen wird der Sparkurs der Bahn differenziert bewertet: Einerseits erscheine der Abbau von Verwaltungsstrukturen sinnvoll, andererseits könne es dazu führen, wichtige interdisziplinäre Schnittstellen zu verlieren, die gerade in Transformationsprozessen enorm wertvoll sein können. Weitere Recherchen ergaben außerdem, dass die Auflösung der Abteilung im Zusammenhang mit versprochenen Sparmaßnahmen steht, die sowohl Personal als auch „überflüssige“ Aufgabenbereiche betreffen. Analysten und Gewerkschafter zeigen sich besorgt, dass ein zu starker Abbau von Change- und Managementkompetenz die Widerstandsfähigkeit des Konzerns im Wandel schwächen könnte. Zugleich gibt es Stimmen, die sagen: Modernisierung muss manchmal auch Tabus brechen – sonst bleibt die Bahn in alten Strukturen stecken.
heute 10:36 Uhr