Nagel und Kocher warnen eindringlich vor politischen Übergriffen auf die US-Notenbank – mit dem deutlichen Verweis auf historische Fehlentwicklungen wie nach dem Ölpreisschock, als zu große Regierungseinflüsse drastische Inflationsraten begünstigten. Ihre Aussagen spiegeln auch die Bedeutung der globalen Zentralbankunabhängigkeit wider: Politischer Druck auf die Federal Reserve könnte nicht nur die US-Wirtschaft destabilisieren, sondern hätte über internationale Handels- und Finanzströme direkte Auswirkungen auf Europa und den Rest der Welt. Aktuelle Entwicklungen und öffentliche Diskussionen zeigen, dass die Debatte um die Rolle und Sicherheiten von Notenbanken erneut an Brisanz gewinnt – ein mulmiges Signal in ohnehin unsicheren Zeiten. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass die Zentralbanken in Europa ihre geldpolitische Zurückhaltung als notwendig betrachten und keine unmittelbaren Zinsanpassungen planen. Reuters weist darauf hin, dass anhaltende Unsicherheit rund um die US-Politik und die Federal Reserve zu vermehrten Spekulationen an den Finanzmärkten führt, was die Eingriffsversuche aus dem Weißen Haus noch bedenklicher macht. Laut Handelsblatt warnen Wirtschaftswissenschaftler davor, dass die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken leidet, wenn ihre Unabhängigkeit eingeschränkt wird – mit langfristigen Risiken für Preisstabilität und wirtschaftliches Vertrauen.