Die Pläne, ausländische Streaming-Anbieter wie Netflix und Co. zu größeren Investitionen in den deutschen Filmmarkt zu verpflichten, stoßen weiterhin auf Widerstand innerhalb der Regierung und heizen die Diskussion über Medienregulierung, europäisches Wettbewerbsrecht und transatlantische Beziehungen an. Während ein verbindliches Gesetz international kritisiert wird, warnen Medienexperten davor, dass solche Maßnahmen das Innovationsklima bremsen und die Kreativbranche spalten könnten. Am Rande werden auch Befürchtungen laut, die Auseinandersetzung könnte das ohnehin fragile Verhältnis Deutschlands zu den USA weiter strapazieren. Erweiterte Recherche: In einem aktuellen Artikel auf Spiegel Online wird betont, dass auch die EU-Kommission geprüft hat, ob derartige Investitionspflichten mit europäischem Recht vereinbar sind. Dort heißt es, dass vor allem kleinere europäische Produktionsfirmen auf mehr fairen Wettbewerb drängen, während große Anbieter auf Panik vor Zwangsmaßnahmen machen (Quelle: SPIEGEL). Laut der Süddeutschen Zeitung droht zudem eine Verschärfung des Streits, weil Frankreich bei einer ähnlichen Regelung bereits Erfahrung mit nachlassenden Investitionen beklagt und warnt, nicht alle kreativen Zielsetzungen ließen sich staatlich erzwingen (Quelle: Süddeutsche). Nach Informationen der FAZ hat Kulturstaatsminister Weimer mittlerweile angeboten, die Gespräche mit US-Diensten offener und transparenter zu führen, um einen Kompromiss zu suchen und drohende Handelskonflikte zu entschärfen (Quelle: FAZ).
24.01.26 18:34 Uhr