Die Debatte um das Bürgergeld bleibt hitzig: VdK-Präsidentin Verena Bentele wirft Alexander Dobrindt gezielte Irreführung vor, weil dieser von massiven Steigerungen spricht – faktisch aber keine nennenswerten Erhöhungen stattgefunden haben. Während der Lebensunterhalt durch die Inflation für viele teurer wird, stagniert der Regelsatz für Bürgergeld-Empfänger; das sorgt für Unmut und Existenzängste. Aktuelle Berichte aus anderen Medien zeigen zudem, dass besonders Alleinerziehende und Familien durch die geringe Anhebung in ernsthafte Schwierigkeiten geraten – Sozialverbände fordern eine dringend nötige Anpassung an die reale Preisentwicklung. Eine neue Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt zudem, dass das Vertrauen in die Sozialsysteme schwindet – viele Betroffene fühlen sich abgehängt und missverstanden. Auch aus Politik und Gesellschaft werden Stimmen lauter, die eine grundlegende Überarbeitung des Bürgergelds und mehr Solidarität mit Geringverdienern sowie Arbeitslosen anmahnen. Währenddessen bleibt der politische Schlagabtausch geprägt von parteipolitischen Zielen und wenig Einblick in die Lebenswelt der Betroffenen.