Volkswagen kurz vor Verkauf seiner Schiffsmotorensparte Everllence?

Gerüchten zufolge steht Volkswagens Entscheidung über die Veräußerung der traditionsreichen Sparte Everllence unmittelbar bevor – wer das Rennen macht, scheint offen.

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Manchmal denkt man ja, bei Volkswagen dreht sich alles nur um Autos. Aber falsch gedacht: Die Wolfsburger haben, beziehungsweise hatten, noch ein anderes dickes Eisen im Feuer – Everllence, vormals besser unter MAN Diesel & Turbo bekannt. Laut der FAZ war am vergangenen Mittwoch im Vorstand das Thema Verkauf wieder einmal ganz oben auf der Tagesordnung. Im Anschluss daran traf sich – wie mysteriöse Schattenlenker – der Aufsichtsrat, um zu beraten: Wem gibt man wohl das Zepter über diese Motorensparte? Interessenten gibt’s, wenig überraschend, genug. Einige davon scharen sich wohl in eher ungewöhnlicher Konstellation, sogar mit Porsche SE und den Großaktionären aus Katar, alles zusammen etwas undurchsichtiger als der Abgasskandal damals. Das Preisschild? Um die acht bis neun Milliarden Euro – kein Pappenstiel. VW gibt sich gewohnt zugeknöpft und schweigt, genauso wie die Private-Equity-Anbieter. Wer exakt hinter der potenziellen Übernahme steckt, bleibt im Nebel. Fest steht: Die 16.200 Mitarbeiter*innen von Everllence und deren 4,9 Milliarden Euro Umsatz im letzten Jahr dürften nicht nur auf dem Papier eine Rolle spielen. Schon 2019 wollte VW einen ähnlichen Move wagen – damals platzte der Deal, diesmal sieht es anders aus. Abgegeben werden soll erst einmal die Mehrheit, also rund 51 Prozent. Und, klar, das Ganze läuft streng nach Drehbuch: Investmentbanken werden engagiert, Angebote flattern ein, Arbeitsplätze und Standorte sollen natürlich möglichst gesichert wirken. Was am Ende tatsächlich passiert, werden wir vermutlich bald erfahren.

Volkswagen prüft erneut, seine Schiffsmotorenabteilung Everllence teilweise zu verkaufen; drei Finanzinvestoren rittern um die Mehrheit. Die im letzten Jahr gestartete Verkaufsrunde läuft offenbar auf die Zielgerade zu, nachdem vor Kurzem finale Angebote vorgelegt wurden. Aktuell ist nicht nur interessant, dass ungewöhnliche Bieterkonsortien (inklusive Porsche SE und Qatar Holding) im Rennen sind, sondern auch, wie der geplante Deal den Umbau des VW-Konzerns und die künftige Ausrichtung der maritimen Industrie beeinflussen könnte. Marktbeobachter diskutieren zudem, wie sich die geopolitische Lage, das aushandelnde Sicherstellen von Arbeitsplätzen und die Folgen für den Standort Deutschland zu einem brisanten Mix verbinden – von Unsicherheit bis vorsichtigem Optimismus rangieren die Reaktionen.

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