VW macht weniger Umsatz und rutscht mit dem Gewinn ab

Im ersten Quartal 2026 hat Volkswagen 75,7 Milliarden Euro umgesetzt – das sind zwei Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

30.04.26 08:07 Uhr | 9 mal gelesen

Die Bilanz aus Wolfsburg fällt eher bescheiden aus: Das operative Ergebnis bröckelte deutlich ab, rund 14 Prozent weniger – nur noch 2,5 Milliarden Euro stehen zu Buche, meldete VW am frühen Dienstag. Gleichzeitig schrumpfte auch die Auslieferungszahl, rund sieben Prozent weniger Fahrzeuge verließen die Werke, gerade mal 2 Millionen PKW weltweit. Interessant: Während es gerade in China (-20%) und Nordamerika (-9%) steil bergab ging, stemmte sich Europa dagegen. Der Auftragsbestand sprang im Vergleich zum Jahresende 2025 um satte 15 Prozent nach oben – irgendwie ein Hoffnungsschimmer. Die Gründe für das Ergebnis? Neben Sondereffekten bei Brand Group Core und Brand Group Trucks machten auch gestiegene US-Zölle zu schaffen. Immerhin: In Südamerika (+3%), Westeuropa (+1%) sowie in Zentral- und Osteuropa (+7%) konnte VW zulegen, aber das reichte eben nicht, um die Rückgänge auf den Hauptmärkten auszugleichen. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Volkswagen eher vorsichtig: Die Erlöse könnten bestenfalls um bis zu drei Prozent zulegen – oder halt stagnieren.

Volkswagen spürt 2026 kräftigen Gegenwind: Der Umsatz fiel auf 75,7 Milliarden Euro und der operative Gewinn sackte sogar um 14 Prozent ab. Vor allem schwächelnde Märkte in China und Nordamerika bereiten Sorgen, während Europa mit mehr Bestellungen punktet. Als Gründe nennt VW Sondereffekte, höhere US-Zölle und sinkende Verkäufe in wichtigen Regionen. Beobachter sehen darin eine Kombination aus verschärftem Wettbewerb, geopolitischen Unsicherheiten und Umstiegskosten auf E-Mobilität. Der Auftragsbestand in Europa reicht zwar für leichten Optimismus, insgesamt bleibt der Ausblick jedoch verhalten. Experten weisen auf den steigenden Kostendruck bei Zulieferern hin sowie auf Verzögerungen bei neuen Modellen. VW richtet den Fokus auf Effizienzsteigerung und eine noch stärkere Vernetzung der Marken, um auf die neuen Herausforderungen reagieren zu können.

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