Wadephul betont Unverzichtbarkeit diplomatischer Bemühungen
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) unterstreicht angesichts der zunehmenden Krisenherde auf der Welt die fundamentale Bedeutung der Diplomatie – und warnt davor, rein auf militärische Lösungen zu setzen. "Was uns am Ende vielleicht noch rettet, ist Dialog – Diplomatie ist unser bestes Werkzeug", ließ er im RTL-"Nachtjournal Spezial" bei seinem Aufenthalt in Rabat, Marokko, durchblicken.
heute 15:26 Uhr | 4 mal gelesen
Ob im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine oder der angespannten Lage gegenüber dem Iran – immer wieder steht die Suche nach diplomatischen Auswegen im Zentrum politischer Diskussionen. Auch in weniger beachteten, aber nicht minder dramatischen Konflikten wie im Sudan zeigt sich, dass Waffengewalt alleine kaum zu nachhaltigem Frieden führt. "Gespräche, das mühsame Werben um Kompromiss und gegenseitiges Verstehen – das ist das eigentliche Fundament", so Wadephul, der offen einräumt: Diplomatie ist und bleibt ein zähes Geschäft, manchmal so frustrierend wie der Mythos von Sisyphos mit seinem Felsblock. Im Rückblick beschreibt der Außenminister sein erstes Jahr im Amt als besonders herausfordernd – mehr als erwartet sogar –, aber zugleich als bereichernd. Über 120 Amtskollegen traf er, 60 Länder besuchte er bereits. "Erschöpfend? Mitunter. Aber diese dichte Erfahrung bewegt mich – und immer wieder der Versuch, das Unmögliche denkbar zu machen."
Wadephuls Bekenntnis zur Diplomatie kommt in einer Zeit, in der internationale Konflikte wie der Ukraine-Krieg oder die Spannungen mit dem Iran kaum schnelle Lösungen versprechen. Statt auf militärische Mittel allein zu setzen, gehe es um das schwierige Suchen nach Gesprächskanälen, so Wadephul, der unterstreicht, wie viele Krisenherde der Welt einzig durch Beharrlichkeit, Geduld und Empathie zu befrieden wären. Aktuelle Nachrichtenportale wie tagesschau.de und die Süddeutsche berichten ebenfalls von einem wachsenden Konsens im politischen Berlin, dass Diplomatie gerade in dieser aufgeladenen Zeit entscheidend bleibt; speziell betonen sie die Notwendigkeit, multilaterale Allianzen und bestehende Gesprächsformate zu stärken – dies gilt nicht zuletzt im Hinblick auf die weitere Entwicklung im Nahen Osten, aber auch in Afrika.