Wadephul blickt mit großen Hoffnungen auf Münchner Sicherheitskonferenz

Johann Wadephul (CDU), Außenminister, verspürt spürbare Zuversicht im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz, die an diesem Freitag startet. Er betont, dass die bevorstehende Veranstaltung Themen aufgreift, denen kein Staat im Alleingang begegnen könne.

heute 17:54 Uhr | 4 mal gelesen

Die kommenden Tage in München, so Wadephul, drehen sich um entscheidende Fragen, die weit über deutsche Belange hinausgehen: Wie bleibt die Ukraine souverän? Wie schützt sich Europa – und wie erhalten wir das Band zu unserem transatlantischen Partner aufrecht? 'Es geht um Verantwortung, aber auch um Mut, Haltung zu zeigen', so Wadephul. Militärische und diplomatische Stärke betrachtet er als zwei Seiten derselben Medaille, gerade in einer Zeit, die von Unsicherheit und Übergängen geprägt ist. Er räumt ein, dass Werte und Interessen in diesen Monaten immer wieder neu austariert werden müssen. 'Unsere Stärke hängt an stabilen, internationalen Spielregeln – das ist manchmal ein harter, zäher Aushandlungsprozess.' Europa müsse aus seiner Komfortzone herausgehen, so seine Einschätzung, um nicht am Rand der Geschichte zu stehen. Auch das eng verwobene Verhältnis mit den USA sieht er als Fundament, auf dem Deutschlands Sicherheit ruht: 'Wir wissen, wie elementar transatlantische Zusammenarbeit ist und werden in München signalstark daran arbeiten.' Ob die Konferenz wirklich ein politisches Umdenken bringt? Wadephul bleibt optimistisch – und weiß zugleich, dass nichts von selbst läuft.

Wadephuls optimistische Vorfreude auf die Münchner Sicherheitskonferenz speist sich aus einer Vielzahl an Themen, die Deutschland und Europa aktuell unter Hochdruck beschäftigen: die Verteidigung der Ukraine, eine stabile Sicherheitsarchitektur in Europa und die Stärkung globaler Partnerschaften. Die diesjährige Konferenz ist besonders im Fokus, weil sie vor dem Hintergrund eskalierender Krisen stattfindet – zum Beispiel im Nahen Osten oder wegen der verstärkten Machtpolitik Russlands und Chinas. Wie verschiedene Nachrichtenportale berichten, werden neben Kanzler Scholz auch Akteure aus den USA, China und der Ukraine erwartet, die sich gemeinsam drängenden Fragen wie Unterstützung für Kiew, neue Bedrohungslagen oder Abhängigkeiten bei Rüstung und Energie stellen (Quelle: Spiegel). Außerdem stehen laut "Süddeutsche Zeitung" und weiterer Medien die Erwartungen an die deutsche Außenpolitik hoch im Kurs, insbesondere im Hinblick auf die Übernahme internationaler Verantwortung, die Zusammenarbeit innerhalb der NATO und die Herausforderungen durch hybride Bedrohungen (Quelle: SZ). Jüngste Debatten auf politischen Nachrichtenseiten drehen sich zudem verstärkt um die Rolle Deutschlands als Vermittler und um die Erwartungen an ein stärkeres europäisches Profil angesichts globaler Unsicherheiten.

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