Die EU ringt seit Langem darum, den europäischen Binnenmarkt zu stärken, Bürokratie abzubauen und politisches Klein-Klein zu überwinden. Ursprünglich als eine der größten Errungenschaften der Union gefeiert, verhindert der fragmentierte Markt regelmäßig wirtschaftliche Innovation und belastet Unternehmen. Nun wurden erstmals greifbare Pläne und Fristen angekündigt – Costa und von der Leyen betonen, dass es nicht beim Reden bleiben darf: Im März soll der Europäische Rat klare, mit Umsetzungsdatum versehene Beschlüsse fassen, und erstmals ist das Ziel, dass alle drei größten Institutionen (Kommission, Rat und Parlament) mitziehen. Laut Berichten der letzten Stunden wird insbesondere auf eine Vereinfachung des EU-Regelwerks gedrängt, einheitliche Standards sind gefordert und der politische Druck auf nationale Eigeninteressen wächst. Auf https://www.dw.com wird zudem berichtet, dass durch die geopolitische Lage unter anderem die Handelspolitik und Energiefragen mit großer Dringlichkeit auf dem Tisch liegen. In den deutschen Medien zieht sich als roter Faden durch, dass manche Beobachter skeptisch bleiben, ob dieser Reformschub tatsächlich umgesetzt wird oder wieder in Kompromissen zerrieben wird.