waterdrop® wagt einen Schritt auf neues Terrain. Die Wiener Marke, deren Mikrodrinks seit einigen Jahren geradezu durch Social Media geistern, öffnet in Hamburg ihr erstes deutsches Büro – und das ist durchaus ein Statement. Schluss mit zentralistischer Steuerung aus Österreich, jetzt soll die deutsche Realität mit ihrer Vielfalt aus Supermarktregalen, D2C, eigenen Shops und lokalen Events ins Zentrum rücken. Interessant ist, dass mit Mark Henning ein Mann ans Steuer gesetzt wird, der bereits zahlreiche Top-Marken in der FMCG-Welt geprägt hat – und gleichzeitig die waterdrop®-DNA aus dem Unternehmen mitbringt. Henning, zuletzt für General Mills aktiv, gilt als jemand, der Marken nicht nur managt, sondern lebt – das klingt nach Hands-on, nach 'Machen'.
Der Aufschlag in Deutschland, das laut waterdrop® als einer der größten und lebendigsten Märkte Europas gilt, soll erst der Anfang sein. Das Modell regionaler Teams und Führung will man anschließend auf weitere europäische Länder ausweiten. Ein Ansatz, der nicht nur Nähe zum Händler, sondern auch zu den Kundinnen und Kunden verspricht – was in einer recht nüchternen Getränkebranche fast revolutionär wirkt. Interessanter Nebeneffekt: Das Ganze passiert passenderweise im Jubiläumsjahr des Unternehmens. Gerade ist die Rekord-Finanzierungsrunde abgeschlossen, die größte Marketing-Offensive läuft bereits, und die Firma feiert in Kürze ihr zehnjähriges Bestehen. Wer meint, Hydration sei langweilig, hat definitiv noch nie waterdrop® probiert; zumindest behauptet das die Community mit Nachdruck.
Das Start-up, gegründet 2016, will nicht weniger als den Getränke-Markt aufmischen: Ihr zentrales Produkt, der zuckerfreie Microdrink, gleicht einem Antidot zur Einwegflasche – Plastikreduktion bis zu 98 %, sagt das Unternehmen. Dazu bekommt jeder Drink einen individuellen Twist aus Frucht- und Pflanzenextrakten. Mittlerweile sollen über 5 Millionen Menschen online zu den Kunden zählen, und in über 50 eigenen Stores (neben weiteren 20.000 Verkaufsstellen) sind die bunten Würfel erhältlich – von Europa über die USA bis nach Japan. Am liebsten überall, und immer mit der Kernbotschaft: Mehr Wasser, weniger Müll.
waterdrop® fokussiert sich zunehmend auf lokale Märkte und setzt mit der Eröffnung eines Hamburger Büros und der Einführung einer General-Manager-Rolle unter Führung von Mark Henning ein deutliches Zeichen für eine marktnähere Strategie in Deutschland. Neben einer großangelegten Finanzierung und Marketingoffensive anlässlich des nahenden zehnjährigen Firmenjubiläums verfolgt das Unternehmen weiter das Ziel, den Hydration-Markt durch Microdrinks und konsequente Plastikreduktion umzukrempeln. Aktuelle Recherchen zeigen, dass waterdrop® mit diesem Schritt in die Riege europäischer Start-ups einreiht, die stärker auf lokale Verankerung und Community-Building als auf reine Skalierung setzen: Der Druck auf Konsumgüterhersteller steigt, nachhaltige und individualisierte Produkte vor Ort zu etablieren, während innovative Marken neue Wege zwischen digitalem Handel und stationärer Präsenz gehen. Gleichzeitig lassen sich in den jüngsten Presseveröffentlichungen der Branche ähnliche Trends betrachten: Immer mehr Food-&-Beverage-Brands setzen auf die Verbindung aus Nachhaltigkeit, Community-getriebener Entwicklung und flexiblen, lokalen Teams. Der deutsche Standort wird so zum Kern für Innovationen rund um die Verbindung von Umweltschutz und zeitgemäßer Ernährung. In Kombination mit der internationalen Expansion könnten so nachhaltige Trinklösungen endlich über die Early-Adopter-Nische hinaus verbreitet werden.