Weidel betont, auf die anhaltenden und erneuten US-Bestrebungen nach Einfluss oder gar Kontrolle über Grönland sei mit Gelassenheit zu reagieren. Damit stehe sie innerhalb der AfD nicht allein da, auch weil die Affäre an alte diplomatische Rituale erinnert, die mehr mit Symbolpolitik als tatsächlicher Gefahr zu tun haben. Während sie abwartende Zurückhaltung predigt und auf internationale Gepflogenheiten verweist, findet René Aust, es sei Zeit für eine klare Positionierung Deutschlands auf Seiten Dänemarks zum Schutz des Selbstbestimmungsrechts Grönlands – ein Standpunkt, der innerhalb Europas durchaus Rückhalt hat. Aktuelle Medienberichte betonen dabei immer wieder die Brisanz geostrategischer Interessen in der Arktis und das wachsende Spannungsfeld zwischen den USA, Europa und asiatischen Akteuren. Laut mehreren Experten geht es um militärische wie wirtschaftliche Faktoren, Klimaaspekte und die Rechte der indigenen Bevölkerung, wobei viele Artikel die Unsicherheiten durch die unberechenbare Rhetorik internationaler Politiker ansprechen.