Wenn Server zur Mangelware werden: Wie KI-Boom und Hamsterkäufe den Hardwaremarkt auf den Kopf stellen

Innsbruck – Klingt absurd, ist aber Realität: Wer gerade Server, Speicherlösungen oder schlicht PCs bestellen möchte, reibt sich entweder die Augen – oder steht vor leeren Regalen und schwindelerregenden Preisen. Markus Reitshammer von Re-Systems schildert im Podcast ‚Digitalisierung ist für dich‘, wie die künstliche Intelligenz mit ihrer immensen Nachfrage das Hardware-Business durcheinanderwirbelt. Firmen, so sein durchdringender Appell, müssen ungewohnt kreativ werden, um nicht abgehängt zu werden.

heute 12:40 Uhr | 2 mal gelesen

Ehrlich gesagt hätten wir alle gedacht: Hardware – das Thema wird jedes Jahr günstiger, schneller, unspektakulärer. Denkste! Im Moment fühlt es sich an, als würde jemand am anderen Ende der Welt einen gigantischen Staubsauger auf die IT-Lagerhallen richten. Die Entwicklungen seit Anfang des Jahres klingen fast wie aus einer Dystopie: Unerwartet und konsequent zog der KI-Hype nicht nur die weltweite Aufmerksamkeit auf sich, sondern auch die Produktionskapazitäten ganzer Hardwarebranchen an sich. Statt Lager voll ausgereifter Technik herrscht gähnende Leere. Wer zum Beispiel gerade RAM oder leistungsfähige Server ins Warenkörbchen packen will… tja, viel Glück. Großabnehmer – Rechenzentren erster Klasse und die üblichen Tech-Giganten – haben, wie Insider Markus Reitshammer im Podcast schildert, teils schon mit Jahresbeginn die komplette Ausbeute vorbestellt. Das Resultat: Preise, die sich mal eben verdoppeln oder verdreifachen, gepaart mit Wartezeiten, die absurder kaum sein könnten. Auch der Ton im Markt wird rauer. Für die einen, die Hersteller, regnet es Umsätze – allerdings zu dem Preis, dass Beschaffung und Organisation eine echte Nervenprobe werden. Für die anderen, also die kleinen und mittleren Unternehmen, ist heute statt schnellem Plug-and-Play eher strategisches Vorausdenken und ein bisschen Improvisationstalent gefragt. Reitshammers wohl wichtigster Tipp: Jetzt aktiv werden, nicht auf morgen vertrösten, sondern Bestände checken, Lieferanten frühzeitig nerven und bei Bedarf das eigene Netzwerk an Experten und Querdenkern aktivieren. Vielleicht klingt’s nach Panikmache – tatsächlich aber steht dahinter eine neue Realität, die aus KI, Wirtschaft und Technologie den perfekten Sturm gemacht hat. Und irgendwie, das zumindest nehme ich für mich mit, sind in solchen Zeiten gute Kontakte plötzlich Gold wert. Oder eben: ein knapper Server.

Der Artikel legt offen, wie der globale Hype rund um künstliche Intelligenz derzeit die gesamte IT-Infrastruktur aus den Angeln hebt. Der überraschende Nachfrageboom nach spezialisierter Hardware – insbesondere durch große US-Konzerne – führt dazu, dass nicht nur Grafikkarten Mangelware sind, sondern auch Hauptspeicher und Server im Rekordtempo ausverkauft werden; die Folge sind Preisexplosionen, die viele IT-Vorhaben ins Stolpern bringen. Besonders spannend: Die Situation wird noch durch Spekulationskäufe und die generelle Unsicherheit auf den Rohstoffmärkten verschärft; Lösungen finden Unternehmen aktuell oft nur noch über persönliche Netzwerke oder alternative Architekturen. Neuste Recherchen zeigen: Die Situation bleibt angespannt. Nicht nur KI, sondern auch das Wachstum von Cloud-Services und die Wiederentdeckung von On-Premises-Hardware (aus Datenschutzgründen) heizen die Nachfrage weiter an. Außerdem warnen Branchen-Beobachter vor weiteren Preiserhöhungen in den kommenden Monaten – ein Umdenken bei Planung und Sourcing könnte für viele Unternehmen zur einzigen praktikablen Überlebensstrategie werden.

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