Winkel: Rentenkommission bringt Bundespolitik ins Spiel

Johannes Winkel, Chef der Jungen Union (CDU), sieht in den jüngsten Rentenvorschlägen eine echte Gelegenheit für die Regierung, neue Dynamik zu gewinnen. In der ARD vergleicht er die Situation mit einem späten Coup im Fußball.

heute 19:17 Uhr | 2 mal gelesen

Es könnte für die Bundesregierung so etwas wie ein Deniz-Undav-Moment werden, meint Winkel und zieht den nicht ganz alltäglichen Fußballvergleich heran: Lange geht wenig voran – bis frischer Input, sprich: sachkundige Expertinnen und Experten, das Spiel wenden. "Natürlich haben auch die Politiker ihr Bestes getan," fügt er anerkennend hinzu, während er auf die Aufgaben der nächsten Jahre verweist, die auf Deutschland in Sachen Sozialversicherung zurasen – fast schon wie ein schwer zu stoppender Konter. Besonders betont Winkel, dass das Ende der Frühverrentung, etwa die Abschaffung der Rente mit 63, längst überfällig sei. Hier habe die Kommission eine mutige Richtung angezeigt – immerhin sei ein Kompromiss nicht bloß der kleinste gemeinsame Nenner. Er ärgert sich offen darüber, dass Deutschland so lange an der Einführung einer kapitalgedeckten Rente herumgedruckst habe. "Wenn man sich anschaut, wie andere europäische Länder – etwa Schweden – damit erfolgreich sind, wirkt unser Zögern erst recht bitter. Besser jetzt als nie," meint er nüchtern und sieht darin einen notwendigen Schritt für das Land, das bei der Altersvorsorge keine Zeit mehr verlieren dürfe.

Johannes Winkel von der Jungen Union betrachtet die aktuellen Reformvorschläge zur Rente als Wendepunkt, besonders im internationalen Vergleich. Seine Kritik richtet sich klar gegen die bestehende Frühverrentung; er fordert eine stärkere kapitalgedeckte Altersvorsorge nach dem Vorbild anderer Staaten wie Schweden. Laut jüngsten Berichten planen Koalition und Regierung, das umlagefinanzierte System durch private und staatliche Kapitalanlagen zu ergänzen, um die Generationengerechtigkeit zu stärken und die Rentenkasse langfristig zu stabilisieren. In aktuellen Artikeln (taz) wird ergänzend diskutiert, wie stark die Absicherung auf Kapitalmärkten Bürger:innen tatsächlich schützt oder Risiken birgt; außerdem wird über die politische Kontroverse berichtet, die aus der Vielzahl der Vorschläge und der divergierenden Haltung der Ampel-Parteien resultiert.

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