WM-Aus für die Türkei nach Paragays cleverem Coup – Galarzas Distanzkracher entscheidet

Mit einem schnellen Paukenschlag wirft Paraguay die Türkei aus dem Titelrennen: Ein Treffer in der zweiten Minute macht den Unterschied. Trotz Überzahl gelingt den favorisierten Türken kein Durchbruch mehr.

heute 07:15 Uhr | 3 mal gelesen

Fußball schreibt zuweilen die kuriosesten Geschichten – und diese hier gehört definitiv dazu: Kaum hatten sich die Zuschauer nach dem Anpfiff in die Sitze gelehnt, da schlug Matias Galarza schon zu. Nach einem kapitalen Schnitzer im Aufbau der Türkei schnappte sich Pitta die Kugel, schickte Enciso, und der legte direkt für Galarza auf. Und dann – BÄMM! – zog Galarza aus gut 28 Metern einfach mal ab. Cakir im türkischen Kasten streckte sich zwar, aber das Ding schlug unhaltbar im rechten unteren Eck ein. Irgendwo zwischen Traumtor und dumm gelaufen für die Türkei. Danach überließen die Südamerikaner dem Gegner weitgehend das Feld. Die Türken drehten am Ballbesitz, aber so richtig Zwingendes sprang nicht raus. Mert Müldür kam dem Glück am nächsten – sein Kopfball knallte ans Aluminium, doch der Ball tanzte die Linie entlang und wollte nicht hinein. Die Stimmung auf dem Platz wurde rauer, bis schließlich sogar Paraguay in Unterzahl weiterspielen musste, nachdem Almiron nach einer hitzigen Diskussion vorzeitig duschen gehen durfte. Trotz Überzahl in Hälfte zwei bekam man auf türkischer Seite einfach keinen Zugriff aufs Spiel und biss sich an Paragays Defensive die Zähne aus. Es wird wohl jeder Beteiligte gegrübelt haben, was da schieflief – Paraguay machte’s einfach clever, verteidigte gut und brachte die knappe Führung über die Zeit. Die Türken? Stehen nun mit leeren Händen da und sind frühzeitig raus. Manchmal reicht halt ein einziger, genialer Moment.

Paraguay gelingt ein Überraschungssieg gegen die Türkei durch ein frühes Traumtor von Galarza. Trotz zahlreicher Chancen und Überzahl nach einer Roten Karte für Paraguay gelingt der Türkei kein Tor. Paraguay hat sich damit eine ordentliche Ausgangslage fürs Weiterkommen geschaffen, während die Türkei nach diesem herben Rückschlag schon in der Vorrunde die Segel streichen muss. Die bislang aktuellen Stimmen in den Sportmedien heben hervor, dass Paragays Sieg nicht nur auf Effizienz, sondern auch auf bemerkenswerte Defensivarbeit beruht – besonders in Unterzahl (u.a. betont von der Süddeutschen Zeitung am Beispiel Albiceleste und den Überlebenskünstlern aus Südamerika). Gleichzeitig wird in mehreren Berichten darauf hingewiesen, dass die türkische Nationalmannschaft in der Offensive erschreckend ratlos agierte und damit ein bezeichnendes Bild dieser Vorrunde abgab. Die internationale Fußballpresse sieht in Paragays Disziplin und schnellem Umschaltspiel einen eigenen Turniercharakter, der bislang selten so kompakt und effektiv auf den Platz gebracht wurde.

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