Porsche drängt auf rasche Einigung für neues Sparvorhaben

Porsches CEO Michael Leiters will die langwierigen Gespräche über ein weiteres Sparkonzept noch vor Start der Werksferien zum Abschluss bringen – Mitarbeiter warten dringend auf Planungssicherheit.

heute 07:58 Uhr | 5 mal gelesen

Seit Herbst letzten Jahres kreisen bei Porsche die Beratungen zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat immer wieder um dasselbe Thema: Wie lassen sich noch mehr Kosten senken? Schon zuvor wurde für 2025 ein Arbeitsplatzabbau von rund 3.900 Stellen angekündigt – ein tiefer Einschnitt, der schon viele Unruhe ausgelöst hat. Besonders heikel: Porsche kalkuliert künftig mit einer Produktion unterhalb der bisherigen 280.000 Fahrzeuge im Jahr. Selbst mit weniger Autos soll der Rubel rollen. Möglich machen sollen das unter anderem engere Bande zu Audi, dem VW-Schwesterunternehmen. Leiters sieht darin mehr als trockenes Sparpotenzial – er spricht von einer strategischen Chance. Währenddessen bleibt zumindest für die kostengünstigere 718-Reihe ein Funken Hoffnung. Neue Kunden will Porsche ja auch noch, trotz aller Einsparungen. Interessant: Die Produktion des 718er ist letztes Jahr ausgelaufen, aber jetzt signalisiert Leiters erstmals langfristige Pläne. Michael Leiters, im Januar frisch von McLaren ins Amt gehievt, steht ohnehin vor einem Berg von Problemen: Die Absatzzahlen sind im Keller und das Unternehmen musste für 2025 den schwächsten Gewinn seit über 15 Jahren melden – mit einem beispiellosen Einbruch beim Nettogewinn. Die Lage bleibt angespannt.

Porsche steht massiv unter Druck: Nach Jahren des Aufschwungs hat sich das Blatt gewendet, und der Sportwagenbauer muss drastisch sparen. Die geplanten Einschnitte, wie der Abbau von fast 4.000 Jobs und die Umstellung auf eine 'schlankere Produktion', sind Herzstücke der aktuellen Strategie. In jüngsten Medienberichten wird zudem betont, wie sehr insbesondere Unsicherheiten rund um Lieferketten, die Unsicherheit am chinesischen Markt sowie technologische Umbrüche – vor allem der Wandel zur E-Mobilität – die Profitabilität zusätzlich in Frage stellen. Es wird auch diskutiert, dass VW die Premiumtochter Porsche stärker in den eigenen Konzern einbinden könnte, um Synergien zu heben und Entwicklungskosten zu teilen. Kritische Stimmen äußern Bedenken, dass das Profil von Porsche unter einer zu engen Abstimmung mit Audi leiden könnte. Parallel sorgt das Ringen um die Zukunft des 718 für Spekulationen am Markt: Die geplante Elektrifizierung dieses Modells wäre durchaus riskant, könnte aber neue Zielgruppen erschließen. Einhellige Meinung: Die kommenden Monate werden entscheidend mit Blick auf Kurs, Arbeitsplätze und die Identität der Marke Porsche.

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