Im Fokus stehen wachsende Rufe nach einem europäischen Boykott der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko als Antwort auf US-Zölle im Zuge des Grönland-Konflikts. SPD-Politiker Roloff und Ökonom Guttenberg verweisen auf die geringe wirtschaftliche Belastung für Europa und betonen die enorme symbolische Wirkung eines Boykotts auf Trumps Image. Aktuell berichten internationale Medien verstärkt über das angespannte transatlantische Klima; die US-Zollpolitik sorgt für Unruhe und verbreitete Skepsis gegenüber Washingtons diplomatischem Kurs, wobei Stimmen für ein couragierteres, gemeinsames Auftreten Europas immer lauter werden. Die jüngsten Medienanalysen zeigen zudem, dass ein sportlicher Boykott als Instrument für politische Machtdemonstration an Bedeutung gewinnt; selbst in Fußballkreisen wird inzwischen nicht mehr ausgeschlossen, solche Maßnahmen zumindest als Drohkulisse einzusetzen. Während die US-Administration nach wie vor versucht, Druck auf Europa auszuüben, wächst der Rückhalt für härtere Gegenmaßnahmen nicht nur in Deutschlands Parteienlandschaft, sondern auch im europäischen Ausland. Allerdings weisen sowohl taz als auch die Süddeutsche darauf hin, dass ein tatsächlicher WM-Boykott schwer durchzusetzen wäre und auch innerhalb Europas kontrovers diskutiert wird – die Debatte illustriert jedoch den wachsenden Wunsch nach selbstbewussterer EU-Außenpolitik.