Trumps erneuter Vorstoß: Grönland als strategisches Eigentum der USA?

Donald Trump zeigt wieder Interesse an Grönland – seine Aussagen auf dem Weltwirtschaftsforum lassen aufhorchen.

heute 15:56 Uhr | 4 mal gelesen

Eigentum schützt besser als Pacht – zumindest sieht das Donald Trump so, wenn es um Grönland geht. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos ließ der US-Präsident durchblicken, dass die Verteidigung der Insel am besten in amerikanischer Hand läge. Überraschend versöhnlich äußerte er zwar Respekt gegenüber Dänemark und den Grönländern, doch seine Botschaft war unmissverständlich: Nur die USA könnten Grönland wirklich schützen. Im Zweiten Weltkrieg habe Dänemark der Wehrmacht kaum etwas entgegensetzen können, argumentierte Trump – und mit modernen Gefahren wie Russland und China seien auch die Risiken gewachsen. Die Rohstoffe der Insel? Für ihn nebensächlich, denn letztlich sei Grönland 'ein Klotz Eis'. Trump kritisierte, dass Dänemark 2019 zwar einen Milliardenbetrag für die Sicherheit Grönlands zugesagt, faktisch aber nur einen Bruchteil investiert habe. Deshalb forderte er jetzt rasche Verhandlungen über einen Verkauf. Eine Wahl stellte er Dänemark durchaus, doch ließ er das berühmte Nachkarten nicht aus: Wer ablehnt, solle wissen, dass die USA es sich merken würden – keine Drohung, aber ein klarer Wink. Sicherheit für die NATO, nicht dagegen, betonte er. Im Rückblick nannte Trump es einen Fehler, Grönland nach dem Zweiten Weltkrieg an Dänemark zurückgegeben zu haben. Eine Übernahme solle allerdings 'ohne Gewalt' erfolgen, versprach er. Abseits davon lobte er seine eigene Präsidentschaft ausgiebig und spielte die Bedeutung erneuerbarer Energien gezielt herunter. Chinesische Windräder, behauptete er, seien geschickt exportiert, während China selbst klug auf Kohle, Gas und ein bisschen Atomkraft setze. Sein Ton fiel wie so oft polarisierend und provokant aus – gerade, wenn es um Energiewende und geopolitische Machtspiele ging.

Donald Trumps Vorstoß, Grönland den USA einzuverleiben, nimmt erneut Fahrt auf. Seine Begründung, Grönland könne nur durch amerikanisches Eigentum strategisch gesichert werden, stieß international auf Kritik und sorgte für einen energiepolitisch eingefärbten Rundumschlag seitens Trump. Seit seiner Rückkehr ins Amt sucht Trump erneut die Aufmerksamkeit auf der Weltbühne, indem er bekannte Muster von Provokation und Selbstinszenierung fortsetzt. Zusätzliche Details aus aktuellen Recherchen: Grönlands geopolitische Bedeutung wächst angesichts des Klimawandels und der damit besser erreichbaren Bodenschätze, was sowohl die USA als auch China und Russland auf den Plan ruft. Während die dänische Regierung Trumps Aussagen erneut zurückwies und auf die Autonomie Grönlands verwies, kommt aus den Reihen der NATO-Zentrale die beruhigende Botschaft, dass Grönland ein stabiler Teil des westlichen Bündnisses bleibt. Zugleich wird betont, dass wirtschaftliche wie militärische Interessen der Großmächte im Norden weiter zunehmen – das sorgt für Spannung, aber auch neue Debatten über Selbstbestimmung und internationale Zusammenarbeit.

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