Abriss an der Wall Street – Tech-Industrie sorgt für Kursrutsch, Arbeitsmarktdaten überraschen

Die US-Börsen gingen am Freitag auf Tauchstation. Der Dow Jones schloss mit 50.866 Zählern und verzeichnete damit einen Abschlag von 1,4 Prozent gegenüber dem Vortag. S&P 500 und Nasdaq 100 wurden ebenfalls heftig durchgeschüttelt – vor allem die Tech-Schwergewichte zogen das Börsenparkett nach unten.

05.06.26 22:14 Uhr | 2 mal gelesen

Besonders deutlich rutschten Werte von Cisco Systems, IBM und Nvidia ab. Noch vor Kurzem trieben KI-begeisterte Investorinnen und Investoren die Tech-Aktien Höhen entgegen – jetzt aber gab's anscheinend für viele nur einen Gedanken: Gewinne einsacken. Interessant, denn der robuste Arbeitsmarkt in den USA – laut aktuellem Bericht – liefert günstigen Nährboden für weitere Zinsschritte der US-Notenbank. Vielleicht deshalb diese plötzliche Verkaufswelle? Ebenso schwächelte der Euro am Abend auf 1,1525 US-Dollar, während Gold kräftig Federn ließ. Pro Feinunze wurden noch 4.316 US-Dollar gezählt, rund 3,7 Prozent weniger. Öl der Sorte Brent ging ebenfalls zurück: 93,06 US-Dollar das Fass – ein spürbares Minus, und das kurz vor dem Wochenende. Ruhig schlafen kann man da als Anleger wohl nicht unbedingt.

US-Aktien erlebten am Freitag massive Verluste, vor allem techniklastige Titel wurden abverkauft. Anleger nutzten wohl die vorherige KI-begründete Kursstärke zum Ausstieg, nachdem neue Arbeitsmarktzahlen die Hoffnung auf Zinssenkungen der Fed dämpften. Zeitgleich rutschten Dollar, Gold und Öl nach unten, was auf globaler Ebene Verunsicherung sowie Neujustierungen in den Portfolios verursachte. Ergänzend berichten verschiedene Medien (u.a. taz, DW, Spiegel), dass auch geopolitische Unsicherheiten und Spekulationen über die geldpolitische Zukunft die Märkte belasten. Die großen Gewinner der KI-Rallye werden nun zum Risiko, wie viele Kommentatoren betonen. Zudem weist die Süddeutsche darauf hin, dass die Unsicherheit auch über US-Grenzen hinaus für Nervosität an den Börsen sorgt – der kommende Fed-Beschluss wird bereits mit Spannung erwartet.

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