Apothekenlandschaft 2025: Historischer Tiefstand und große Sorgen um Versorgungssicherheit

Berlin – Deutschlands Apotheker erleben ein düsteres Jahr: Ende 2025 existieren nur noch 16.601 Apotheken bundesweit, so wenig wie seit fast einem halben Jahrhundert nicht mehr. Allein im vergangenen Jahr mussten 502 Geschäfte dichtmachen, während nur 62 Neugründungen stattfanden. Der Rückgang bedroht die Erreichbarkeit und Gesundheit vieler Menschen, insbesondere in ländlichen Gebieten.

heute 13:01 Uhr | 4 mal gelesen

Die rapide Abnahme der Apotheken in Deutschland fühlt sich für viele schon fast alltäglich an, wenn sie mal wieder ein chaotisches Wochenende auf der Suche nach einer Notdienstapotheke verbringen. ABDA-Präsident Thomas Preis formuliert es zugespitzt: 'Mit jeder Schließung wächst die Lücke in der Versorgung – besonders in ländlichen Regionen oder bei winterlichem Schlechtwetter ist das keine akademische, sondern eine sehr reale Herausforderung für Ältere und weniger mobile Menschen.' Botendienste fangen einiges auf, aber nicht alles – Beratung vor Ort, spontane Hilfestellungen oder das Gefühl, sein Gegenüber zu kennen, kann kein Lieferdienst liefern. Bemerkenswert ist, dass das Apothekensterben etwas langsamer geworden ist, aber es bleibt: 2025 fehlen erneut um die 500 Apotheken. Die Wurzel des Problems reicht tief – seit 2013 ist das Festhonorar praktisch eingefroren, während Kosten stetig steigen. Für viele Inhaber wird das Betreiben schlicht unrentabel. Und das, obwohl im Koalitionsvertrag seit Mai 2025 ein höheres Apothekenhonorar steht – dieses Vorhaben bleibt im politischen Klein-Klein stecken. 'Vor diesem Hintergrund ist es völlig unverständlich, warum die Regierung die Erhöhung im aktuellen Gesetzesentwurf umgeht', meint Preis frustriert. Übrigens: 1977 – das klang aus heutiger Sicht fast märchenhaft – gab es nur geringfügig weniger Apotheken. Doch so tief war der Stand seitdem nie mehr. Wer sich näher mit Zahlen beschäftigen mag, findet diese und weitere Informationen unter www.abda.de.

Der Rückgang der Apotheken in Deutschland spitzt sich weiter zu und hat Ende 2025 einen neuen Tiefpunkt erreicht. Laut ABDA gibt es nun nur noch 16.601 Apotheken, eine Zahl, die zuletzt 1977 erreicht wurde. Die Gründe liegen besonders im seit 2013 stagnierenden Festhonorar der Apotheker, dem ein Kostenanstieg von 65 Prozent gegenübersteht. Eine geplante Erhöhung des Honorars wurde zwar politisch diskutiert, aber nicht umgesetzt – viele Apotheker blicken daher mit Sorge in die Zukunft. Bundesweite Initiativen fordern schon länger politische Entlastungen und Perspektiven für kleine und mittelgroße Apotheken. Erweiterte Recherche zeigt, dass die Problematik in den vergangenen 48 Stunden deutschlandweit für viele Schlagzeilen sorgt. Ein Bericht der Süddeutschen Zeitung hebt hervor, dass besonders ländliche Regionen stark betroffen und der Versandhandel mit Medikamenten für viele eine inadäquate Alternative bleibt (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Die Frankfurter Allgemeine warnt davor, dass mit weiteren Schließungen nicht nur die individuelle Versorgung leidet, sondern auch die Stabilität des gesamten Gesundheitssystems (Quelle: Frankfurter Allgemeine). Laut Spiegel erhöhen sich die Lieferprobleme bei rezeptpflichtigen Arzneien, insbesondere für chronisch Kranke, dramatisch und sorgen bereits für demonstrative Protestaktionen vieler Apotheker (Quelle: Spiegel).

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