Autofahrer im Griff des Preisdrucks: Diesel und Super E10 über 2 Euro / ADAC fordert Steuererleichterungen
München – Die Preise an den Zapfsäulen schießen nach oben: Ein Liter Diesel kostet im bundesweiten Durchschnitt inzwischen satte 2,288 Euro – ein Anstieg um 12,6 Cent in nur einer Woche. Auch Super E10 wurde teurer, wenn auch weniger drastisch. Der ADAC erneuert angesichts dieser Preisexplosion seinen Appell, die Energiesteuer für Kraftstoffe temporär zu senken.
heute 14:59 Uhr | 3 mal gelesen
Bild: Diesel im Wochenvergleich massiv verteuert / Anstieg um 12,6 Cent / Preis für Super E10 um 3,2 Cent gestiegen / ADAC erneuert Forderung nach Absenkung der Energiesteuer presseportal.de
Es war eine turbulente Woche an Deutschlands Tankstellen. Vor gut einer Woche schnellten die Preise für Diesel und Super E10 auf ihre jeweils höchsten Werte des laufenden Jahres. Diesel erreichte am Montag, dem 23. März 2026, sogar fast das Rekordhoch von März 2022 – bloß 1,1 Cent drunter. Die Ursache: Der Ölpreis schoss durch die Decke, getrieben vom andauernden Krieg im Iran und den hitzigen Spannungen in der Region rund um den Persischen Golf. Kurzzeitig lag Brent-Öl über 110 Dollar pro Fass, gestern fiel der Preis wieder unter 100 Dollar.
Für die deutschen Autofahrerinnen und Autofahrer bleibt das eine bittere Pille. Der ADAC setzt sich deshalb dafür ein, die Energiesteuer für eine Weile zu reduzieren, am besten auf das europäische Mindestmaß. Das würde – so die Rechnung – rund 15 Cent pro Liter sparen helfen. Parallel plant die Bundesregierung, das sogenannte Österreich-Modell zu übernehmen: Ab 1. April darf jeder Tankstellenbetreiber den Preis nur noch einmal täglich erhöhen, und zwar um Punkt zwölf Uhr mittags – gesenkt werden darf beliebig oft. Der beste Zeitpunkt fürs Tanken verschiebt sich damit wohl auf kurz vor Mittag, während abends Tanken aktuell noch oft günstiger ist. Bis Ende März gilt dennoch: Wer abends tankt, spart meistens ein paar Cent. Wissenswert am Rande: Die App 'ADAC Drive' zeigt deutschlandweit die aktuellen Preise an mehr als 14.000 Tankstellen – für Schnäppchenjäger fast schon unverzichtbar.
Noch mehr Details rund ums Thema Kraftstoffpreise gibt es übrigens auf der Webseite des ADAC. Kontakt und Infos lassen sich direkt beim Club anfragen.
Der bundesweite Anstieg der Kraftstoffpreise sorgt für Unmut: Diesel verteuerte sich binnen einer Woche um 12,6 Cent auf 2,288 Euro, Super E10 kletterte ebenfalls auf über zwei Euro. Grund dafür ist vor allem die Unsicherheit an den internationalen Ölmärkten durch den Iran-Krieg, der zu zeitweise sehr hohen Preisen für Brent-Öl geführt hat. ADAC und Verbraucherinitiativen setzen sich als kurzfristige Entlastung für eine temporäre Senkung der Energiesteuer ein. Die geplante Preisdeckelung nach österreichischem Vorbild soll ab April mehr Transparenz bringen, auch wenn Expert:innen bezweifeln, dass dies allein das Problem der hohen Preise löst. Zusätzlich verschärfen Unwägbarkeiten im Nahen Osten die Lage auf dem globalen Ölmarkt, während der europäische Energiemarkt ohnehin schon unter Reformdruck steht. Neue Recherchen auf aktuellen Nachrichtenseiten zeigen zudem, dass die Regierung wegen der Kritik durch Verbraucherverbände und Bundesländer über weitere Maßnahmen gegen steigende Energiekosten nachdenkt, etwa durch gezielte Subventionen oder einen befristeten Preisdeckel (siehe Links in der Erweiterung).