Paulaner setzt auf China: Neue Partnerschaft mit Tsingtao soll Wachstum beflügeln

München und Qingdao: Paulaner knüpft ein Bündnis mit dem Bier-Giganten Tsingtao – und zielt auf den chinesischen Markt. Ein neues Lager, exklusiv für China entwickelt, ist genauso Teil der Strategie wie der Vertrieb von Paulaners „Münchner Hell“. Für Fans der Originalbiere: Die Paulaner-Sorten für den Rest der Welt werden weiterhin rein in München gebraut.

heute 15:22 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal spürt man es, wenn sich Geschichte wiederholt – oder zumindest auf neue Art weitergeschrieben wird. Die altehrwürdige Paulaner Brauerei aus München wagt mit der chinesischen Traditionsbrauerei Tsingtao einen großen Schritt gen Osten. Im Zentrum steht dabei nicht nur das beliebte 'Münchner Hell', das künftig exklusiv in China vertrieben wird, sondern auch ein für den lokalen Geschmack maßgeschneidertes Lager, das zur Sommersaison 2026 an den Start gehen soll. Interessant ist: Auch diese neue Sorte soll dem bayerischen Reinheitsgebot treu bleiben und ausschließlich mit deutschem Hopfen gebraut werden – ein Brückenschlag zwischen Brauvergangenheit und Gegenwart, der recht charmant wirkt. CEO Jörg Biebernick sieht im chinesischen Biermarkt – immerhin der größte der Welt – enorme Chancen für Paulaner; im Weißbiersegment ist man dort schon bestens etabliert, das lässt schon einigen Ehrgeiz durchklingen. Auch Tsingtao zeigt sich optimistisch. Cai Zhiwei, Marketingchef der Chinesen, spricht unverblümt von Synergien – und dem Plan, gemeinsam ein Premiumsegment weiter zu entwickeln, in dem am Ende mehr als die Summe der Teile steht; Marketingsprech, klar, aber man kauft ihnen den Qualitätsanspruch ab. Übersehen sollte man nicht: Tsingtao wurde 1903 gegründet, einst von Deutschen, damals Exoten im fernen Osten, und ist heute eine der bekanntesten Marken Chinas. Beide Unternehmen, so klingt es durch, kooperieren bereits auf anderen Märkten, etwa in den USA und Europa, und rollen mit dieser Partnerschaft ihr internationales Zusammenspiel ordentlich aus. Bemerkenswert: Paulaner ist seit 2015 mit eigener Präsenz in China, will jetzt aber definitiv noch eine Schippe drauflegen. Die spannende Frage bleibt, wie das neue Lagerbier – eine bayerisch-chinesische Melange – bei den Konsumentinnen und Konsumenten ankommt: Bier verbindet, vielleicht mehr als man denkt.

Die Paulaner Brauerei Gruppe und Chinas zweitgrößter Bierhersteller Tsingtao haben ihre Zusammenarbeit mit Fokus auf eine verstärkte Präsenz von Paulaner in China ausgebaut. Ziel der Partnerschaft ist nicht nur der Import und Vertrieb klassischer Paulaner-Biere, sondern vor allem die Entwicklung eines neuen Lagerbieres, das explizit für chinesische Geschmäcker angepasst wird, jedoch nach deutschem Reinheitsgebot und mit Hopfen aus Deutschland gebraut werden soll. Die Kooperation ist ein gezieltes Signal zum Ausbau des Premium-Biersegments in China, das Wachstum und Innovation zwischen traditionellem bayerischen Brauhandwerk und chinesischer Trinkkultur miteinander verknüpft – ein Schritt, der angesichts einer insgesamt wachsenden Biernachfrage und der sich wandelnden Vorlieben chinesischer Verbraucher Chancen auf nachhaltigen Erfolg bietet. Laut aktuellen Berichten aus der Wirtschaftspresse (u.a. Handelsblatt, FAZ) setzen immer mehr deutsche und internationale Brauereien auf Kooperationen oder Joint Ventures in Asien, um von dort steigender Nachfrage nach hochwertigen Importbieren und Craft-Bieren zu profitieren. Parallel zeigen neue Zahlen von Statista und von Branchenverbänden: Noch bleibt das Interesse an authentischen, traditionellen Marken hoch, wobei besonders jüngere urbane Zielgruppen zunehmend experimentierfreudig sind und sich für internationale Bierkulturen öffnen.

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