Ehrlich gesagt – manchmal weiß man wirklich kaum noch, wofür die SPD eigentlich steht. Zumindest hat Bärbel Bas genau das Gefühl, denn zu oft werde alles so schwammig kommuniziert, dass viele Wähler ratlos zurückbleiben. Laut Bas muss daher künftig ganz klar die Substanz wieder im Mittelpunkt stehen: sichere Jobs, wirtschaftliche Stabilität, ein funktionierender Sozialstaat. "Wir haben zu sehr den Blick verloren für Leute, die morgens früh aufstehen oder Familien, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen," gibt sie zu und will das nun ändern. Dieser breite, manchmal fast verzweifelte Wunsch nach einerseits offener Politik und anderseits Rückbesinnung auf klassische Themen zieht sich wie ein Riss durch die Partei. Natürlich gibt sie zu, dass es alte Muster aufzubrechen gilt – alte Zöpfe abschneiden klingt altbacken, aber im Kern meint sie damit: ohne Umwege das Profil schärfen. Sonst sieht sie die Gefahr, dass die SPD wieder nur als Partei für 'Randgruppen' wahrgenommen werde und das berühmte "große Ganze" aus dem Blick verliert. Parallel warnt sie vor der AfD, die mit vermeintlich kinderleichten Antworten und ziemlich großspurigen Versprechen punktet – allerdings fernab jeder Finanzierbarkeit. Nicht alles sei mehr wie früher in der Arbeitswelt, merkt Bas an, und auch die SPD habe ihren festen Stand da manchmal verloren. Sie möchte die Partei endlich wieder sichtbarer im oft rauen Lebensalltag der Menschen wissen.
Bärbel Bas, Bundestagspräsidentin und prominente SPD-Politikerin, betont aktuell die Notwendigkeit, dass ihre Partei ihre Stärken und Werte offensiver vertreten müsse – besonders angesichts wachsender populistischer Tendenzen im Land. Sie fordert, dass die SPD sich wieder klarer an die arbeitende Mitte und normale Familien wendet, anstatt sich in zu vielen Einzelthemen zu verlieren. Jüngste Recherchen zeigen, dass diese Debatte kein Einzelphänomen ist: Innerhalb der Partei tobt ein Streit um Ausrichtung und Strategie, nicht zuletzt wegen sinkender Umfragewerte und wachsendem Druck aus dem rechten Lager.