Manchmal staunt man ja, wie unglaublich „normal“ wirkende Tiere so richtig einen raushauen – etwa das Eichhörnchen: blitzschnell an Baumstämmen hoch, meterweite Sprünge durchs Geäst, dabei verlieren sie nie den Halt. In der Serie "Supertiere made in Bavaria" stellt sich Speedclimberin Caro Matzko der Challenge: Wer ist wirklich schneller am Baum? Plötzlich wirkt menschliche Muskelkraft ziemlich limitiert. Ähnlich der Vergleich in der Strömung – Profi-Schwimmer geben alles, doch die Bachforelle strotzt der Fließgeschwindigkeit mit schierer Eleganz und Energieökonomie. Haben wir der Evolution überhaupt etwas entgegenzusetzen? Bei den Balance-Acts zwischen Slackliner und Steinbock kippt das Kräfteverhältnis endgültig: Wo der Mensch schwer atmet, hüpft der Steinbock splitternackt über schmale Felsvorsprünge (und ja, der Gedanke, so eine Leichtigkeit einmal zu spüren, ist ziemlich verlockend). Und dann die Schleiereule: In pechfinsterer Nacht, lautlos und präzise, als hätte sie Superkräfte im Kopf verbaut – da ist der Mensch trotz bester Technik nur lauter Anfänger. Der Feldhase bringt schließlich die ultimative Sprinteinlage: ungeahnte Beschleunigung, Haken schlagen wie im Actionfilm, kein Sprinter und kein Auto kommen da locker mit. Und doch bleibt die Erkenntnis: Die Natur hat über Millionen Jahre getüftelt, während wir gerade erst anfangen, zu verstehen. Nicht zufällig schauen sich Bioniker viele Kniffe von Tieren ab – weil man nie auslernt, schon gar nicht von den Besten.
Eine TV-Reihe macht tierische Athleten aus Bayern zu Hauptdarstellern und stellt bekannte menschliche Sportarten gegen ihre natürlichen Pendants: Klettern, Schwimmen, Balancieren – die Tiere sind oft überlegen und inspirieren zugleich Forscher zu bionischen Lösungen. Wissenschaftliche Recherchen zeigen außerdem, wie die erstaunlichen Leistungen von Eichhörnchen und Co. tatsächlich immer wieder technische Innovationen ermöglichen, von Klettverschlüssen bis zu geräuscharmen Drohnen. Aktuelle Berichte betonen, dass neue Naturformate wie dieses nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch helfen, Respekt und Bewusstsein für den Schutz heimischer Arten zu fördern.