Kaum hat das neue Jahr begonnen – während viele noch mit dem Kater kämpfen oder Neujahrsvorsätze voller Elan starten –, holt uns das Unglück ein: Friedrich Merz schickte ein Kondolenztelegramm Richtung Schweiz. Seine Worte klangen, wie man es erwartet, und doch merkt man fast ein leichtes Ringen darum, wirklich treffende Zeilen zu finden: 'Am Neujahrstag erreichen uns die tragischen Meldungen aus Crans-Montana und erfüllen mich mit tiefer Bestürzung.' Merz drückte dem Präsidenten, den betroffenen Familien und dem ganzen Land sein Beileid aus. Hoffnung auf Genesung – auch so eine Formel, die merkwürdig hilflos wirkt angesichts der Katastrophe, aber vielleicht braucht es auch genau solche Rituale. Zum Geschehen selbst: In der Silvesternacht verwandelte sich eine Bar in Crans-Montana in ein Inferno. Etwa 40 Menschen verloren ihr Leben, die Zahl der Verletzten liegt jenseits der hundert. Warum es brannte, weiß bisher niemand. Und irgendwie wünscht man sich, der Grund stellte sich als etwas Banal-Normales heraus – so etwas wie ein technischer Defekt, der auf fatale Weise eskalierte. Die Wahrheit ist aber, solange nichts klar ist, bleibt dieser Hauch von Unwirklichkeit und die Frage, warum gerade jetzt, gerade dort.
Friedrich Merz bekundet Schweiz nach Tragödie seine Anteilnahme – hinter der nüchternen diplomatischen Geste steckt eine tiefe Ratlosigkeit angesichts des Geschehens in Crans-Montana. Der Brand in einer belebten Bar des berühmten Urlaubsorts hat nach letzten Erkenntnissen 40 Menschenleben gefordert und rund 115 Verletzte gefordert; die Ursache gibt weiter Rätsel auf. Laut lokalen Medien könnte unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerkskörpern eine Rolle gespielt haben, Untersuchungen laufen jedoch noch. In der Schweizer Öffentlichkeit dominiert Bestürzung und Nachdenklichkeit, die Hilfsbereitschaft ist groß – und die Diskussion um Sicherheitsstandards entflammte neu. Das Unglück überschattet das Neujahrsfest und wirft Fragen nach Verantwortlichkeiten und Prävention im Tourismus-Sektor auf.