Wenn sich Medien entscheiden, nicht länger wegzusehen, kann das Hoffnung sein. BILD startet am 20. November 2025 eine umfassende "Initiative gegen Gewalt an Frauen" – ein redaktioneller Schwerpunkt, dessen Inhalte sowohl in der Zeitung als auch digital bei BILD.de eine Woche lang im Fokus stehen. Der Startschuss folgt wenige Tage vor dem 'Orange Day' – dem Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen, der jährlich am 25. November stattfindet. Bemerkenswert ist die politische Rückendeckung: Bundesministerin Stefanie Hubig (Justiz), Alexander Dobrindt (Inneres) und Karin Prien (Frauen & Familie) stehen gemeinsam als Fürsprecherinnen und Fürsprecher hinter dem Vorhaben.
Ihre Stimmen lassen kaum Raum für Gleichgültigkeit. Prien betont, dass der Kampf gegen Gewalt an Frauen nicht allein eine politische, sondern auch persönliche Aufgabe ist. Dobrindt mahnt entschlossene Schritte an. Hubig spricht darüber, wie wichtig es ist, häusliche Gewalt endlich nicht mehr als bloßes "Familiendrama" zu verstehen, sondern als ein Verbrechen. Anonymer Alltag? Von wegen: BILD zeigt jeden einzelnen Tag visuell – mit einer interaktiven Online-Grafik. Im Schnitt sind über 1.200 Straftaten an Frauen täglich dokumentiert, so das aktuelle BKA-Lagebild, auf das sich die Redaktion stützt – als wären nackte Zahlen nötig, um die Dringlichkeit zu verdeutlichen.
Aber Statistiken erzählen wenig von Schicksalen. Die Initiative hebt deswegen eindringliche Stimmen hervor: 23 Frauen sowie ein betroffener Vater berichten mit offenem Gesicht und Namen – ein selten ehrlicher Einblick in die Lebensrealität Betroffener. Ihre Forderungen treffen ins Mark, ihr gemeinsamer Appell: "Ich habe es da raus geschafft, du schaffst das auch!" Eine Frau muss sogar anonymisiert bleiben, weil sie weiterhin in akuter Gefahr schwebt. Zudem informiert BILD ausführlich über juristische Hilfsangebote und Beratungsstellen, sogar eine kostenfreie Rechtsberatung (in Kooperation mit Roland Versicherungen) steht bereit.
Bekannte Persönlichkeiten wie Sarah Bora, Charlotte Würdig, Maria Furtwängler und Düzen Tekkal setzen ebenfalls persönliche Akzente und signalisieren Solidarität. Es bleibt zu hoffen, dass nach dieser Woche nicht wieder Alltag einkehrt.
BILD startet am 20. November 2025 eine groß angelegte Initiative gegen Gewalt an Frauen und nutzt die Tage vor dem 'Orange Day', um Gewaltdelikte, Hintergründe und persönliche Geschichten öffentlich zu machen. Neben dem Fokus auf Zahlen und Ausmaß – jeden Tag über 1.200 Straftaten laut BKA – stehen die realen Geschichten von Überlebenden und Angehörigen im Mittelpunkt, ergänzt um juristische Hilfsangebote und prominente Stimmen. Die Aktion erfährt erstmalig gemeinsame politische Unterstützung durch drei ranghohe Bundesministerien. Aktuelle Recherchen zeigen, dass das Thema breit diskutiert wird: Laut taz erhalten Hilfsorganisationen massiv mehr Anfragen; die Süddeutsche berichtet von politischen Initiativen zur Verschärfung der Gesetze, während der Spiegel eine wachsende digitale Gewalt gegen Frauen und Lösungsansätze aus anderen Ländern thematisiert. Parallel dazu setzen sich Initiativen wie #keinemehr und verschiedene Städte für nachhaltige Sensibilisierung und Angebote zum Schutz Betroffener ein.