Bitkom äußert grundsätzliche Zweifel daran, dass der Regierungsansatz zur Filmförderung digitale Geschäftsmodelle und Innovationen wirklich fördert. Vor allem die Verknüpfung von geringeren Auflagen an noch höhere Investitionen, gekoppelt an komplizierte Rechteverhandlungen, sieht der Verband als riskant und potenziell investitionshemmend. Auch Stimmen aus anderen Bereichen der Branche, etwa von Streamingplattformen, bemängeln, dass die geplanten Regelungen aktuelle Markttrends und Nutzerinteressen zu wenig abbilden. In verschiedenen Medien war zudem zu lesen, dass Produzentenverbände und traditionelle Filmschaffende die Reform hingegen begrüßen – hier trifft also klar Altes auf Neues. Die Kontroverse spiegelt eine größere Diskussion in Deutschland darüber, wie Kulturförderung im digitalen Zeitalter gestaltet sein muss: Sollen neue Player wie Netflix, Prime oder heimische Start-ups mehr Mitspracherecht bekommen? Der Bundestag steht vor der Aufgabe, diesen Interessenskonflikt zu moderieren – unter den Augen einer zunehmend vernetzten und digital denkenden Gesellschaft.
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