Rumen Radews überraschender Rücktritt als Präsident treibt Bulgarien tiefer in die politische Krise. Radew beklagt offen die Einflussnahme durch Oligarchen, den schleichenden Rückzug demokratischer Prozesse und die Entfremdung des Parlaments vom Volk. Nach internationalen Quellen hat sich Bulgarien in den letzten Jahren kaum politisch stabilisieren können – Regierungskrisen, gescheiterte Koalitionsverhandlungen und die Gefahr, dass Oligarchen und Schattennetzwerke de facto die Kontrolle übernehmen, prägen die Lage; das Vertrauen der bulgarischen Bevölkerung in die staatlichen Institutionen liegt auf einem der niedrigsten Werte in der EU. Radew betonte in seiner Ansprache, dass die Verweigerung eines Referendums zur Euro-Einführung widerspiegelt, wie sehr die gesellschaftliche Mitsprache beschnitten werde. Verschiedene Medien berichten zudem, dass der Rücktritt Radews keinen unmittelbaren Fahrplan für Neuwahlen oder eine Übergangsregierung vorgibt: Es bleibt abzuwarten, wie und ob sich das politische Chaos in Bulgarien einpendeln wird. International wächst die Sorge, dass die wachsende Instabilität auch auf EU-Ebene nachhallen könnte – insbesondere, da die bulgarische Justiz schon länger wegen schleppender Korruptionsbekämpfung kritisiert wird.
19.01.26 17:42 Uhr