CDA-Chef Radtke befürwortet verpflichtende Betriebsrente für alle Beschäftigten

Dennis Radtke, der Sprecher der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), spricht sich für eine allgemeine Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge aus und unterstützt damit die jüngste Forderung von Yasmin Fahimi (DGB).

heute 10:05 Uhr | 2 mal gelesen

Radtke sagt, das Konzept einer verpflichtenden Betriebsrente bekommt angesichts der Herausforderungen der Altersvorsorge immer mehr Gewicht. Seiner Ansicht nach müssen die bekannten drei Säulen – gesetzliche, betriebliche und private Rente – enger verzahnt und gedacht werden, um ein sicheres Rentenniveau zu schaffen, das Menschen ein Leben in Würde ermöglicht. Radtke verweist auf bestehende Erfolgsmodelle, besonders in der Chemiebranche, die als Vorbild auch in anderen Sektoren Schule machen könnten. Zuvor hatte Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, die Idee einer verpflichtenden betrieblichen Altersversorgung eingebracht, wobei Arbeitgeber sich an den Beiträgen beteiligen sollen. Die aktuelle Regierungskoalition plant ohnehin eine tiefgreifende Rentenreform – ob und wie eine Pflicht-BAV Teil davon wird, dürfte in den kommenden Monaten diskutiert werden. Eigentlich erstaunlich, wie wenig öffentliche Debatte es bisher über die Details solcher Ideen gibt; schließlich geht es um das finanzielle Rückgrat einer ganzen Generation.

Die CDA unterstützt die Idee einer obligatorischen betrieblichen Altersversorgung und schließt sich damit einer Initiative des DGB an, die vorsieht, dass künftig jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine solche Rente hat – und die Arbeitgeber auch zahlen müssen. In verschiedenen Tarifbereichen, insbesondere in der Chemieindustrie, gibt es solche Modelle längst und sie könnten ausgedehnt werden, um mehr Menschen eine sichere betriebliche Zusatzrente zu ermöglichen. Im Internet finden sich Berichte, dass die Bundesregierung die Reform der Rentenversicherung zwar grundsätzlich plant, aber bei den Einzelheiten wie einer Pflicht zur Betriebsrente parteiübergreifend noch deutliche Meinungsverschiedenheiten bestehen: Während Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter die Pflicht fordern, gibt es auf Arbeitgeberseite Bedenken bezüglich Bürokratie und Kosten; in mehreren politischen Kommentaren wird darauf hingewiesen, dass bei Einführung einer allgemeinen Pflicht kreativ umsetzbare und sozial ausgewogene Lösungen gefragt sind.

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