CDU-Arbeitnehmerflügel: Beamte sollen bei Reformen nicht verschont bleiben

Vor dem geplanten Treffen der Spitzen aus Koalition und Sozialverbänden fordert der Arbeitnehmerflügel der CDU, dass Beamte bei künftigen Reformen nicht außen vor bleiben dürfen. Dennis Radtke, Chef der christdemokratischen Arbeitnehmer, hält Sonderregeln für Staatsdiener für ungerecht.

heute 17:22 Uhr | 2 mal gelesen

Dass Beschäftigte, insbesondere in höheren Tarifgruppen, am Ende für die anstehenden Reformen die Zeche zahlen, während Beamte geschont werden – das will Dennis Radtke, Vorsitzender der CDA, verhindern. Er fragt sich: Sollen Reformen nur auf Kürzungen und Sparen hinauslaufen, oder geht es tatsächlich um nachhaltige Veränderungen? Die Regierung müsse umdenken, denn die bisherigen Vorschläge beschränken sich laut Radtke zu sehr aufs Sparen statt auf echte Zukunftssicherung. Es brauche also faire Beiträge aller Gruppen, keine geschützten Nischen für bestimmte Berufsstände. Er plädiert außerdem dafür, sogenannte versicherungsfremde Leistungen aus Steuermitteln zu bezahlen und steuerliche Vorteile, wie Ausnahmen bei Immobilienverkäufen oder der Erbschaftssteuer, abzuschaffen. Noch ein kritischer Punkt: Während Löhne und Gehälter durch Steuern und Abgaben immer stärker belastet werden, profitieren Besitzende weiterhin von ihrem Vermögen. Das ist ein Ungleichgewicht, das laut Radtke dringend korrigiert werden müsse. Und, vielleicht ungewöhnlich direkt: Ein echter gesellschaftlicher Beitrag dürfe sich nicht nur auf die Mittelschicht und Erwerbstätige konzentrieren, sondern müsse wirklich alle miteinbeziehen, sonst verliere die politische Mitte ihre Basis. Außerdem – ein bisschen überraschend vielleicht – regt Radtke an, im kommenden Sozialgipfel konkrete Wege für tarifvertragliche Beiträge zur Renten- und Pflegeversicherung zu suchen. Für ihn führt kein Weg an einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge vorbei. Der Mann weiß jedenfalls, wovon er spricht: Radtke sitzt im CDU-Bundesvorstand und vertritt Deutschland auch im Europaparlament.

Der CDA-Chef Dennis Radtke hat gezielt darauf hingewiesen, dass Reformen in Rente, Pflege und Gesundheit den Beamtenstatus nicht länger als Ausnahmestellung behandeln dürfen. Gerade jetzt, wo die Bundesregierung unter Druck steht, nachhaltige Lösungen zu finden, kritisiert Radtke insbesondere die vergangenen Reformvorschläge als zu einseitig – sie würden kaum soziale Gerechtigkeit schaffen. Er fordert nicht nur eine Korrektur bei steuerlichen Privilegien und die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Steuern, sondern warnt auch davor, dass wachsender Vermögensunterschied und zunehmende Belastungen der arbeitenden Bevölkerung das gesellschaftliche Gleichgewicht gefährden. Außerdem wird parteiübergreifend diskutiert, auch im Zuge des Sozialpartner-Gipfels, wie eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge ausgestaltet werden könnte. Weiterführend berichtet die aktuelle Presselandschaft von erheblichen Finanzierungsproblemen in den sozialen Sicherungssystemen, die wachsende Debatte über Gerechtigkeit zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen, und die Suche nach tragfähigen Kompromissen zwischen Sparzwang und sozialer Absicherung. Laut jüngsten Berichten aus der Politik geraten gerade Sonderprivilegien des öffentlichen Dienstes und deren Zukunft immer stärker in den Fokus.

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