Das Thema Sicherheit macht ja oft die Runde, vor allem nach schockierenden Ereignissen wie der tödlichen Attacke in Stade. Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, klingt dabei nachdenklich und—ganz ehrlich—ein bisschen ernüchtert. Er betonte gegenüber RTL und ntv, dass es – bei allem politischen Willen – so etwas wie einen lückenlosen Schutz vor Gewalt nicht geben könne. Stellenweise wirkt das fast wie ein Eingeständnis menschlicher Ohnmacht: "Absolute Sicherheit können wir nicht garantieren", so seine Worte.
Genau deswegen müsse man noch entschlossener mögliche Warnsignale bei potenziellen Tätern etwa früher erkennen und Konsequenzen ziehen. Throm forderte zudem, den Fall restlos aufzuklären. Über die Tat selbst sei bislang kaum etwas bekannt – weder zu den Motiven des Täters noch zu dessen Hintergrund, betont er. Am Ende bleibt da eine Mischung aus Betroffenheit und Forderungen nach mehr Konsequenz: "Es ist einfach erschreckend und traurig, wenn Menschen, die helfen wollen, selbst zu Opfern werden. So was nimmt einen mit." Man spürt: Hier ringt einer auch persönlich mit der Ohnmacht gegenüber der Gewalt.
Nach dem tödlichen Angriff in einer sozialen Einrichtung in Stade nahm Alexander Throm kein Blatt vor den Mund und forderte die lückenlose Aufklärung des Falles. Er hob hervor, wie schwierig es sei, absolute Sicherheit zu gewährleisten, mahnte aber zugleich dazu, bei Hinweisen auf potenzielle Täter früher und entschiedener einzugreifen. Andere Stimmen, wie jene von Gewerkschaften und Sozialverbänden, fordern inzwischen verstärkten Schutz und mehr Unterstützung für soziale Einrichtungen, insbesondere angesichts zunehmender Angriffe auf Mitarbeitende in Care-Berufen. Eine aktuelle Meldung von „Spiegel Online“ betont zudem, dass Gewalt gegen Beschäftigte im Sozial- und Gesundheitswesen in Deutschland in den vergangenen Jahren tatsächlich deutlich zugenommen hat und politische Konsequenzen gefordert werden. Nach neuesten Berichten plädiert selbst Bundesinnenministerin Nancy Faeser für einen umfassenden Schutz von Helferinnen und Helfern sowie Verbesserungen beim Datenaustausch zwischen Behörden, um Gefahren schneller zu erkennen und einzudämmen.